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19.03.2026
15:53 Uhr
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Hegseth: Man braucht Geld, um Bösewichte zu töten +++ Trump soll vorab von Angriff auf Gasfeld gewusst haben +++ Iran attackiert Öl- und Gasförderanlagen +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Netanjahu: Iran kann kein Uran mehr anreichernIran ist nach Darstellung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu nicht mehr in der Lage, Uran anzureichern oder ballistische Raketen herzustellen. Es sei noch zu früh, um sagen zu können, ob sich die iranische Bevölkerung gegen die Regierung erheben werde, sagt Netanjahu auf einer Pressekonferenz.
Trump irritiert mit Bemerkung über Pearl HarbourUS-Präsident Donald Trump hat die japanische Regierungschefin Sanae Takaichi mit einem historischen Vergleich zu Pearl Harbor irritiert. Bei ihrem Besuch im Weißen Haus sprach Trump darüber, dass die USA beim Angriff auf Iran das Überraschungsmoment genutzt hätten. „Wer kennt sich mit Überraschungen besser aus als Japan? Warum habt ihr mir nichts über Pearl Harbor gesagt“, fragte Trump und sorgte für Gelächter im Raum.Trumps Ansicht nach setze Japan noch viel stärker auf Überraschungen als die USA. Takaichi richtete sich daraufhin sichtlich angespannt in ihrem Sessel auf und blickte mit großen Augen in die Richtung ihrer Delegation.Japan hatte am 7. Dezember 1941 den US-Stützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii bombardiert. Bei dem Überraschungsangriff starben mehr als 2.400 Menschen. Die USA traten daraufhin in den Zweiten Weltkrieg ein.
Trump lobt Japan und schimpft über die NATO Der amerikanische Präsident Donald Trump hat sich zufrieden mit der Hilfe Japans gezeigt, die Folgen des Irankrieges zu bewältigen. Beim Besuch der japanischen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi im Weißen Haus, sagte er am Donnerstag: „Wir bekommen viel Unterstützung von Japan – anders als von der NATO.“ Konkret wurde er nicht; er verwies bei der Pressebegegnung im Oval Office darauf, dass er mit Takaichi noch über die Unterstützung reden werde. Trump nannte es angemessen, dass Tokio seiner Verantwortung gerecht werde, da die Vereinigten Staaten schließlich 45.000 Soldaten in Japan zum Schutz des Landes stationiert habe und viel Geld für den Verbündeten ausgeben würden. Zudem sei Japan, anders als die Vereinigten Staaten, von der Öl- und Gaslieferung über die Straße von Hormus abhängig. Er sagte auch, die NATO werde inzwischen „freundlicher“ mit Blick auf seine Forderung, die Meerenge zu sichern. Er fügte aber hinzu: Es sei aber zu spät. „Wir verteidigen die Straße von Hormus für alle anderen.“Mit Blick auf den Irankrieg sagte Trump generell, die „Exkursion“ sei nötig gewesen. Danach werde die Welt sicherer sein. Der Krieg sei bald vorüber. Man sei dem Zeitplan weit voraus. Die von seiner Regierung vom Kongress angeforderten zusätzlichen Mittel für den Verteidigungsetat – 200 Milliarden Dollar – rechtfertigte er mit Verweis auf die nötige Munition. Die Forderung sei umsichtig. Die Vorgängerregierung von Präsident Joe Biden habe so viele Waffen an die Ukraine gegeben. Ministerpräsidentin Takaichi sagte, die Lage im Nahen Osten und in der Welt sei ernst. Die Weltwirtschaft habe einen Schlag abbekommen. Doch nur Trump könne einen Frieden erreichen. Sie sagte zudem, Iran dürfe nie über Atomwaffen verfügen. Auch verurteilte sie die Angriffe Teherans auf seine Nachbarn und die Schließung der Straße von Hormus.
Reparatur von LNG-Anlagen in Qatar soll bis zu fünf Jahre dauernDie Reparatur der durch iranische Angriffe beschädigten Flüssiggasanlagen in Qatar wird nach Angaben von QatarEnergy drei bis fünf Jahre dauern. Betroffen seien Anlagen, die 17 Prozent der Exportkapazität des Unternehmens ausmachten, sagt Konzernchef Saad al-Kaabi der Nachrichtenagentur Reuters. Er habe sich „in seinen kühnsten Träumen“ nicht vorstellen können, dass Qatar und die Region derart angegriffen würden – „insbesondere von einem brüderlichen muslimischen Land im Monat Ramadan“.
US-Verteidigungsminister Hegseth: Kein Zeitplan für Ende des Iran-KriegsNach Angaben von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gibt es keinen Zeitplan für ein Ende des Irankriegs. Er würde „keinen endgültigen Zeitrahmen festlegen“, sagte Hegseth am Donnerstag im Pentagon. Letztlich sei es Präsident Donald Trump, der über das Ende des Einsatzes entscheide.Bereits vor zehn Tagen hatte Trump den Krieg „so gut wie beendet“ genannt und als „kurzen Ausflug“ bezeichnet. Seitdem setzen die USA und Israel ihre Luftangriffe jedoch unverändert fort. Hegseth fügte hinzu, die USA lägen bei ihren Kriegszielen „sehr gut im Plan“.
Industriestaaten wollen Energiemärkte stabilisieren und Hormus sichernFührende europäische Staaten und Japan zeigen sich grundsätzlich bereit, die Sicherheit in der Straße von Hormus zu gewährleisten. Man werde sich an entsprechenden Bemühungen beteiligen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Japan. Die Gruppe verurteilt die iranischen Angriffe und fordert ein sofortiges Ende der Attacken. Zudem kündigen die Staaten an, die Energiemärkte zu stabilisieren. Dazu wolle man mit Förderländern an einer Erhöhung der Produktion arbeiten und begrüße die Freigabe strategischer Ölreserven.
Medienberichte: Trump wusste vorab von Israels Angriff auf GasfeldUS-Medienberichte legen nahe, dass Präsident Donald Trump vor dem israelischen Angriff auf das bedeutende Gasfeld „South Pars“ informiert war. Damit widersprechen sie Trumps Darstellung, die USA hätten von dem Schlag nichts gewusst. Das „Wall Street Journal“ berichtet, die USA seien im Bilde gewesen und hätten keine Einwände gehabt. Trump habe den Angriff gebilligt, um den Druck auf den Iran zu erhöhen, die Straße von Hormus freizugeben. Iran blockiert derzeit die für den globalen Ölexport wichtige Meeresenge. Das US-Nachrichtenportal „Axios“ schreibt, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Trump hätten sich über das Vorgehen abgestimmt. Sowohl „Axios“ als auch „Wall Street Journal“ berufen sich auf US- und israelische Beamte. „Trumps Äußerungen waren nicht zutreffend“, schreibt „Axios“. Diese Einschätzung teilt Dan Shapiro, ehemaliger US-Botschafter in Israel. Auf X schrieb er, es sei keinesfalls denkbar, dass die israelischen Streitkräfte einen Angriff an diesem Ort durchführten, ohne das US-Militär zu informieren.
Wirtschaftsministerin Reiche kann sich Lieferung von Abwehrwaffen vorstellenBundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kann sich vorstellen, dass deutsche Unternehmen Abwehrwaffen in die Golfregion liefern. Das berichtet unser Wirtschaftskorrespondent in Berlin, Christian Geinitz. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hätten zurecht klargestellt, dass die Bundesrepublik keine „aktive Hilfe in der der kriegerischen Auseinandersetzung“ leisten werde, so Reiche. Das müsse aber nicht bedeuten, dass die deutsche Wirtschaft keine Verteidigungsmittel für die von Iran angegriffene Region bereitstellen dürfe, sagte Reiche am Donnerstagvormittag vor dem CDU-Wirtschaftsrat in Berlin. „Wir haben Unternehmen in Deutschland, die wissen, wie Flugabwehr funktioniert. Wir haben mittlerweile Drohnenunternehmen, die auch für die Ukraine produzieren“, stellte Reiche klar. „Die sind wirklich stark“ und könnten „vor Ort Hilfe leisten“, so die Ministerin. „Ein Engagement der Bundeswehr ist ausgeschlossen, aber das würde sicherlich helfen“.
Gaspreis steigt deutlich anDer Preis für europäisches Erdgas ist am Donnerstag deutlich gestiegen. Qatars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem iranischen Raketenangriff schwer beschädigt worden. An der Börse in Amsterdam legte die Notierung für den richtungsweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat am Morgen um 24,5 Prozent auf 67,89 Euro je Megawattstunde (MWh) zu.Der TTF-Preis hatte vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf Iran bei lediglich bei 31 Euro gelegen. Er hat sich also seitdem mehr als verdoppelt.
Kuwait meldet Brände in ÖlraffinerienIn Kuwait sind zwei Raffinerieanlagen der staatlichen Ölgesellschaft Ziel von Drohnenangriffen geworden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Kuwait Petroleum Corporation berichtete, wurde eine Betriebseinheit in der Raffinerie Mina Abdullah von einer Drohne attackiert. Daraufhin sei ein Brand ausgebrochen.Zudem wurde eine weitere Betriebseinheit in der Raffinerie Mina al-Ahmadi von einem ähnlichen Angriff getroffen. Auch dort kam es nach Angaben des Unternehmens zu einem begrenzten Brand. Beide Anlagen gehören zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion.
Iran richtet drei Männer hinIran hat erstmals mehrere Todesurteile im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten vollstreckt. Wie der staatliche Rundfunk berichtete, wurden drei Männer hingerichtet. Ihnen wurde vorgeworfen, in der Hauptstadt Teheran für den Tod von zwei Sicherheitskräften verantwortlich zu sein. Ihr Urteil sei wegen „Mord und operativer Handlungen“ seitens der USA und Israel gefallen, hieß es in dem Bericht. In der Regel werden Todesurteile in Iran durch Erhängen vollstreckt.
Abu Dhabi schließt Öl- und Gasanlage Die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben eine Öl- und Gasanlage im Emirat Abu Dhabi nach einem Raketenangriff geschlossen. Herabstürzende Trümmerteile infolge eines Abwehreinsatzes der Luftabwehr hätten zu \"Vorfällen\" geführt, teilte die Regierung in Abu Dhabi mit.Betroffen ist demnach die Gasanlage Habschan und ein Ölfeld namens Bab. Es gebe keine Verletzten. Die Behörden nannten zunächst keine weiteren Einzelheiten zur Art und Schwere der Schäden. Es blieb auch unklar, für wie lange die Anlagen geschlossen bleiben sollen.
Macron fordert Aussetzen von Angriffen auf EnergieanlagenNach einem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump und dem Emir von Qatar zum Irankrieg fordert Frankreich ein Aussetzen der Angriffe auf Anlagen des Öl- und Gas-Sektors. Das sei im gemeinsamen Interesse, schrieb Staatschef Emmanuel Macron auf der Plattform X. Auch die Wasserversorgung dürfe nicht zum Ziel werden. \"Die Zivilbevölkerung und ihre grundlegenden Bedürfnisse müssen, genauso wie die Energieversorgung, vor der militärischen Eskalation geschützt werden\", erklärte er weiter.