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18.03.2026
16:05 Uhr
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Peseschkian spricht von „feiger Ermordung“ +++ Ölpreise fallen auf fast 100 Dollar je Barrel +++ Israel greift Zentrum von Beirut an +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Iran fordert Ölanlagen zu Evakuierung aufDie iranische Revolutionsgarde fordern Staatsmedien zufolge zur Evakuierung mehrerer Ölanlagen in der Golfregion auf. Die Warnungen richteten sich an Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Qatar, heißt es.
Israels Verteidigungsminister kündigt „Überraschungen“ an Israels Führung hat nach Angaben des Verteidigungsministers die Tötung jedes ranghohen iranischen Vertreters genehmigt, der von der Armee ins Visier genommen wurde. Dafür sei keine weitere Genehmigung erforderlich, sagte Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und er hätten das Militär entsprechend autorisiert. Bei einer Beratung habe Katz zudem angekündigt, im Laufe des Tages seien „bedeutende Überraschungen in allen Einsatzgebieten zu erwarten“. Diese würden den Krieg gegen Iran und die mit Teheran verbündete Hizbullah-Miliz „auf eine neue Stufe heben“. Die Intensität der Angriffe in Iran nehme noch zu, sagte er demnach.
Moskau verurteilt Tötungen in IranRussland hat die Tötung weiterer Vertreter der iranischen Führung durch israelische Angriffe klar verurteilt. „Selbstverständlich verurteilen wir aufs Schärfste Handlungen, die darauf abzielen, Vertretern der Führung des souveränen und unabhängigen Iran sowie anderer Länder Schaden zuzufügen oder sie gar zu töten und zu beseitigen“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge.Israel hat im Iran-Krieg bereits Dutzende führende Persönlichkeiten des Machtapparats in Teheran getötet, darunter den obersten Führer Ali Khamenei. Am Montag wurde zudem der einflussreiche Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, gezielt getötet.„Wir verurteilen solche Handlungen“, betonte Peskow. Er hatte Anfang März im russischen Staatsfernsehen auch mit Blick auf die israelischen und amerikanische Angriffe auf Iran erklärt, dass das internationale Recht praktisch keine Beachtung mehr finde. Dabei steht Russland selbst in der Kritik, seit mehr als vier Jahren einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu führen und dabei auf das Recht des Stärkeren zu setzen.Nach amerikanischen Medienberichten über russische Hilfe für Iran sagte Peskow, dass es sich bei der Mehrheit der Meldungen um Falschnachrichten handele. „Daher halten wir es nicht für notwendig, jede einzelne dieser Meldungen zu kommentieren“, sagte er. Russland und Iran hatten im vorigen Jahr ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft geschlossen, das auch eine militärische Zusammenarbeit vorsieht – allerdings keine Klausel über den gegenseitigen Beistand, sollte eines der Länder angegriffen werden.
Roter Halbmond: Rettungswagen in Iran angegriffen Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen ist in Iran nach Angaben der Rothalbmond-Gesellschaft ein Rettungswagen gezielt angegriffen worden. Der Vorfall ereignete sich in der südlichen Stadt Lar in der Provinz Fars, wie die humanitäre Organisation auf Telegram mitteilte. Ein Bild zeigte ein fast vollständig zerstörtes Fahrzeug.Der Leiter des iranischen Roten Halbmonds, Pirhussein Koliwand, verurteilte den Luftangriff scharf. Er sprach von einem Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht. Die Einsatzkräfte seien ausschließlich mit der Hilfe für Verletzte beschäftigt gewesen. Zunächst war unklar, wessen Luftwaffe für den Angriff verantwortlich war.
Irans Außenminister: Tötungen haben keinen Einfluss auf Stabilität des Systems Irans Außenminister Abbas Araghtschi hält das politische System seines Landes im Krieg weiterhin für überlebensfähig. Dabei spiele auch die gezielte Tötung von Führungspersonen keine Rolle, sagte Araghtschi dem Nachrichtensender Al Jazeera in einem heute veröffentlichten Interview. „Die An- oder Abwesenheit einer einzelnen Person hat keinen Einfluss auf die Struktur“, sagte er. „Entscheidend ist, dass das politische System im Iran eine sehr solide Struktur ist.“Das sei auch der Fall gewesen nach der Tötung des obersten Führers Ajatollah Ali Khamenei durch einen israelischen Luftangriff in Teheran, sagte Araghtschi. „Sogar der Anführer wurde getötet. Aber das System arbeitete weiter und sorgte sofort für Ersatz. So wird es auch sein, wenn jemand anders getötet wird.“ Auch im Fall, dass er selbst getötet würde, stünde jemand anderes bereit, um den Posten einzunehmen, sagte Araghtschi.
Ölpreise fallen auf fast 100 Dollar je BarrelDie Ölpreise sind am Mittwoch gesunken. Die Notierung für Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee fiel im frühen Handel zeitweise bis auf fast 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter), nachdem sie nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran zeitweise bis auf knapp 120 Dollar gestiegen war. Am Morgen kostete Rohöl der Sorte Brent 101,30 Dollar und damit etwa zwei Prozent weniger als am Vortag.
Israelische Rakete trifft Hochhaus in Beirut Bei israelischen Luftangriffen in der Hauptstadt Beirut sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 10 Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden. Am frühen Mittwochmorgen erschütterte eine Explosion das Stadtviertel Baschura: Laut einem Fotografen der Deutschen Presse-Agentur wurde ein Hochhaus getroffen und komplett in Trümmer gelegt. Zuvor hatte Israels Militär vor Angriffen gewarnt. Das Viertel war bereits in der vergangenen Woche Ziel von Luftangriffen gewesen.Staatlichen Medien zufolge traf ein Angriff eine Wohnung im Stadtzentrum, unweit der kürzlich vom israelischen Militär attackierten Filiale eines Finanzinstituts der Hisbollah-Miliz. Weitere Geschosse schlugen Medienberichten zufolge im ebenfalls zentral gelegenen Viertel Basta ein.
Iran richtet mutmaßlichen Spion hin Irans Justiz hat einen mutmaßlichen Spion für den israelischen Geheimdienst Mossad hinrichten lassen. Das Todesurteil sei am Morgen vollstreckt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Der Mann sei im vergangenen Jahr während des Zwölftagekriegs in einer ländlichen Region westlich der Hauptstadt Teheran festgenommen worden. Bei der Festnahme seien eine große Menge Bargeld sowie Spionage- und Satellitentelefone gefunden worden, hieß es bei Tasnim weiter. Dem Mann wurde vorgeworfen, Bilder und Informationen über sensible Anlagen an den Mossad übermittelt zu haben. Angeworben worden sei er ursprünglich durch einen Führungsoffizier in Schweden. Es habe auch ein Treffen in Berlin stattgefunden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig verifizieren.
Iran richtet mutmaßlichen Mossad-Spion hinIrans Justiz hat einen mutmaßlichen Spion für den israelischen Geheimdienst Mossad hinrichten lassen. Das Todesurteil sei am Morgen vollstreckt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Der Mann sei im vergangenen Jahr während des Zwölftagekriegs in einer ländlichen Region westlich der Hauptstadt Teheran festgenommen worden. Bei der Festnahme seien eine große Menge Bargeld sowie Spionage- und Satellitentelefone gefunden worden, hieß es bei Tasnim weiter. Dem Mann wurde vorgeworfen, Bilder und Informationen über sensible Anlagen an den Mossad übermittelt zu haben. Angeworben sei er ursprünglich durch einen Führungsoffizier in Schweden. Es habe auch ein Treffen in Berlin stattgefunden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig verifizieren.In den vergangenen Monaten wurden bereits mehrere Männer hingerichtet, denen Irans Justiz eine Verbindung zum israelischen Geheimdienst vorwirft. Israel hatte im Juni 2025 zwölf Tage lang Krieg gegen Iran geführt und gemeinsam mit den USA zentrale Atomanlagen bombardiert. Irans Justiz klagte nach dem Krieg viele Männer wegen mutmaßlicher Spionage für Israel an oder verurteilte sie zum Tode. Mehr als zehn Menschen wurden in diesem Zusammenhang bereits exekutiert.
Die Folgen des Irankrieges werden nach den Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi weltweit zu spüren sein. „Die Welle globaler Auswirkungen hat gerade erst begonnen und wird alle treffen, unabhängig von Wohlstand, Glauben oder Herkunft“, erklärte er.
Iranischer Beschuss nahe australischer BasisEin iranischer Flugkörper ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Angaben des australischen Ministerpräsidenten Anthony Albanese nahe der von seinem Land genutzten Al-Minhad-Luftwaffenbasis eingeschlagen. Alle australischen Soldaten seien in Sicherheit. Durch ein kleines Feuer nach dem Einschlag auf einer Zufahrtsstraße zur Basis seien ein Unterkunftsgebäude und eine medizinische Einrichtung leicht beschädigt worden.
Saudi-Arabien lädt Außenminister zu Beratungen ein Vor dem Hintergrund des Irankriegs hat Saudi-Arabien Außenminister arabischer und islamischer Staaten zu neuen Beratungen eingeladen. Bei dem Treffen heute Abend in der Hauptstadt Riad gehe es darum, sich gemeinsam um die Förderung von Sicherheit und Stabilität in der Region zu bemühen. Einzelheiten zu den eingeladenen Staaten oder eine Gesamtzahl erwarteter Minister wurden nicht genannt. Iran greift Saudi-Arabien und die übrigen Staaten am Persischen Golf seit Beginn des von den USA und Israel begonnenen Kriegs immer wieder mit Raketen und Drohnen an.
Zwei Tote in Israel Bei einem iranischen Raketenangriff sind in Israel mindestens zwei Menschen getötet worden. Ein Mann und eine Frau wurden bei einer Attacke in der Stadt Ramat Gan nahe Tel Aviv schwer verwundet und erlagen wenig später ihren Verletzungen, wie der Rettungsdienst Magen David Adom mitteilte. Medienberichten zufolge handelte es sich bei den Opfern um ein Paar im Alter zwischen 70 und 80 Jahren.
Einschlag auf Gelände von iranischem AKWIm Zuge der Angriffe Israels und der USA auf Iran ist auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr nach Angaben aus Teheran ein Geschoss eingeschlagen. Bei dem Vorfall sei das Kraftwerk nicht beschädigt worden, teilten die iranischen Behörden der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Es habe auch keine Verletzten gegeben. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief zu höchster Zurückhaltung in dem Konflikt auf, um einen nuklearen Unfall zu vermeiden. Die Atomanlage Buschehr, das einzige iranische Kernkraftwerk, liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf. Sein Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom. Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom baut derzeit einen zweiten Reaktorblock.