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16.08.2026
06:28 Uhr
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Hitzetote: DIVI-Geschäftsführer hält RKI-Schätzung für zu niedrig +++ Fulda ruft Wassernotstand aus +++ Spanien: Zwei große Waldbrände wüten im Süden +++ alle Entwicklungen im Liveblog

DWD: Heute kein Regen für Monschau und HürtgenwaldBrandbekämpfer in den nordrhein-westfälischen Stadt Monschau und Hürtgenwald können heute laut Deutschem Wetterdienst nicht mit Regen als Unterstützung rechnen. Es werde keinen Niederschlag geben, der Wind dort aber schwach bis mäßig, also recht günstig, ausfallen, sagte eine Meteorologin des Wetterdienstes. Die Feuerfront im belgischen Hohen Venn nähert sich der deutschen Grenze, die Stadt Monschau hat rund 5000 Bewohnerinnen und Bewohner der Ortsteile Kalterherberg und Mützenich vorsorglich gebeten, sich auf eine Evakuierung einzustellen. Monschau liegt rund zwei Kilometer von der Grenze entfernt.Im rund 20 Kilometer entfernten Hürtgenwald in der Eifel entspannt sich die Lage zwar, der Einsatz gegen das Feuer dauert aber an, auch hier würde Niederschlag helfen. Laut Deutschem Wetterdienst könnte es in der Nacht zu Montag oder am Vormittag in der Eifel leichten Regen geben, die Modelle seien hier aber noch nicht eindeutig.Mehr zur Lage in der Eifel sowie in Belgien lesen Sie hier:
Rhein-Pegelstand bei Kaub steigt leicht auf elf ZentimeterDie Niedrigwasser-Lage im Rhein hat sich am Samstag nicht weiter verschärft. Der Pegelstand an der viel beachteten Messstelle im rheinland-pfälzischen Kaub stieg bis zum späten Vormittag leicht auf elf Zentimeter – nach sechs Zentimetern am Vortag, wie aus dem Monitoring der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins hervorging. Weil die meisten Schiffe diese flache Stelle nicht mehr passieren können, ist der Rhein faktisch zweigeteilt.Ein weiteres Sinken der Pegel hätte die Lage noch verschärft. Zu Wochenbeginn waren für den Wochenverlauf erstmals einstellige Pegelstände prognostiziert worden. Der Binnenschifffahrtsverband teilte daraufhin mit, dass die wichtigste Wasserstraße Deutschlands dann nicht mehr durchgängig befahrbar sei.
Neuer Waldbrand im Südwesten FrankreichsNur wenige Wochen nach verheerenden Waldbränden hat sich im Südwesten Frankreichs ein neues Feuer bei Luglon im Département Landes ausgebreitet. Der Brand war am Donnerstag ausgebrochen und hat laut dortiger Präfektur inzwischen rund 1.600 Hektar Wald und Buschland erfasst. Etwa 650 Menschen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht. Die rund 100 Kilometer südöstlich von Arcachon gelegene Gemeinde liegt mitten in einem weitläufigen See-Kiefer-Waldgebiet. Nach Angaben der Behörden wurde bislang kein Wohnhaus von den Flammen erfasst.Laut Angaben der Behörden sind rund 550 Feuerwehrleute im Einsatz. Unterstützt werden sie aus der Luft unter anderem von Canadair-Löschflugzeugen. Auch ein aus Australien ausgeliehener Schwerlasthubschrauber vom Typ Chinook CH-47D sei laut dem Fernsehsender BFMTV im Einsatz. Er kann bis zu 11.300 Liter Wasser aufnehmen und damit fast doppelt so viel wie ein Canadair-Löschflugzeug.Der neue Brand trifft eine Region, die von den schweren Feuern des Sommers noch gezeichnet ist. Ende Juli waren bei Biscarrosse im Département Landes rund 3.700 Hektar und bei Saumos im benachbarten Département Gironde etwa 42.000 Hektar verbrannt.
Bei der Bekämpfung des Brands in Hürtgenwald meldet die Feuerwehr derweil Fortschritte:
Fast 850 Hektar in Belgien nahe deutscher Grenze zerstörtDurch einen Waldbrand in Naturschutzgebiet Hohes Venn im Osten Belgiens nahe der deutschen Grenze sind Behördenangaben zufolge bislang fast 850 Hektar Fläche zerstört worden. Die Löscharbeiten dauerten an, teilte der Gouverneur der Provinz Lüttich, Hervé Jamar, am Samstag auf Facebook mit. Das Feuer war am Freitagmittag in dem Waldgebiet nahe der deutschen Gemeinde Monschau ausgebrochen und hatte sich in der Nacht rasch ausgebreitet.Verstärkung aus ganz Belgien sowie aus Deutschland wurde mobilisiert. Der belgische Verteidigungsminister Theo Francken erklärte, drei Löschfahrzeuge seien auf dem Weg, um Unterstützung zu leisten. Die Behörden riefen zunächst nicht zu Evakuierungen auf.Wie ein großer Teil Europas hatte auch Belgien in den vergangenen Tagen unter einer neuen Hitzewelle zu leiden. Wissenschaftlern zufolge erhöhen die durch den menschengemachten Klimawandel häufigeren und intensiveren Hitzewellen das Risiko von Waldbränden.
Samstag noch einmal extreme Hitze vor dem WetterumschwungDeutschland steht am Samstag in weiten Teilen noch einmal ein sehr heißer Tag bevor, dann naht ein Wetterumschwung. Abgesehen vom kühleren Nordwesten erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) vielerorts Höchstwerte von 30 bis 38 Grad. Im Nordwesten bleibt es deutlich weniger heiß mit 22 bis 29 Grad. Nach heiterem Start ziehen vom Südwesten über den Westen bis in den Norden und Nordosten im Tagesverlauf Wolken auf, örtlich sind teils kräftige Schauer und Gewitter möglich. Dabei kann es lokal Sturmböen bis etwa 90 km/h geben, vereinzelt auch Starkregen und Hagel.Im Südosten und Osten bleibt es dagegen lange sonnig und meist trocken, erst am Nachmittag wird es dort wolkiger. Der Wind dreht schwach bis mäßig auf Nord, im Süden bleibt es teils schwach windig.
Hitzetote: DIVI-Geschäftsführer hält RKI-Schätzung für zu niedrigDer medizinische Geschäftsführer der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, hält die RKI-Schätzung von rund 12.500 hitzebedingten Todesfällen in diesem Sommer für zu niedrig. „Es sind sicherlich mehrere Tausend Todesfälle mehr“, sagte der Intensivmediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Viele Fälle würden nicht als hitzebedingt erfasst, weil auf Totenscheinen etwa Organversagen stehe. Er gehe deshalb davon aus, dass die Zahlen des Robert Koch-Instituts „nicht die gesamte Dramatik abbilden“. Besonders gefährdet seien alleinlebende ältere Menschen mit Vorerkrankungen.„Ich bin, auch als Bürger, extrem verstört über die Tatenlosigkeit der Bundes- und Landesregierungen“, sagte Janssens. Er fordert einen verbindlichen nationalen Hitzeschutzplan und mehr Geld für den Hitzeschutz in Kliniken. Zudem brauche es mehr Nachbarschaftshilfe, psychosoziale Unterstützung und Netzwerke, um gefährdete Menschen bei Hitzewellen frühzeitig zu erreichen. In Frankreich etwa kontaktierten Kommunen registrierte vulnerable Personen aktiv. In Deutschland hingegen „sterben Menschen nicht nur an der Hitze, sondern letztlich auch an gesellschaftlicher Vernachlässigung“, so Janssens.
Fulda ruft Wassernotstand ausDie Stadt Fulda und die Gemeinden Eichenzell und Ebersburg haben den Wasserversorgungsnotstand ausgerufen. Die Situation der Trinkwasserversorgung in der Region hat sich nach Angaben von RhönEnergie nämlich weiter verschärft. „Die Situation ist mehr als angespannt“, sagte Arnt Meyer, Geschäftsführer der RhönEnergie Gruppe, die für die Wasserversorgung in den drei Kommunen zuständig ist.Damit gelten ab sofort verbindliche Einschränkungen. Bürger und Betriebe seien dringend aufgefordert, ihren Wasserverbrauch auf das absolut Notwendige zu beschränken, hieß es. Bei Verstößen könnten Bußgelder verhängt werden.Komplett untersagt sind demnach etwa das Bewässern von Rasen, Blumen und Pflanzen im heimischen Garten oder das Befüllen von Pools und Zisternen. Gleiches gilt für das Waschen von Autos, das Kühlen mit Leitungswasser und Reinigungsarbeiten an Haus und Hof, beispielsweise mit dem Gartenschlauch oder dem Hochdruckreiniger. Weitere Steigerung der Fördermengen ist nicht möglich «Die lang anhaltende Trockenheit mit außergewöhnlich geringen Niederschlägen hat dazu geführt, dass die natürlichen Quellen deutlich weniger Wasser abgeben“, so Geschäftsführer Meyer. Zudem sänken die Wasserstände in den Tiefbrunnen deutlich. Die Förderanlagen liefen inzwischen rund um die Uhr, aber „eine weitere Steigerung der Fördermengen ist nicht möglich“.Zugleich ist der Wasserverbrauch nach Beobachtung der RhönEnergie stark angestiegen - auf aktuell rund 40 Prozent über dem Normalniveau. „Damit die Wasserversorgung auch weiterhin aufrechterhalten werden kann, ist es jetzt zwingend erforderlich, den Verbrauch deutlich zu reduzieren“, erklärte Meyer. Trinkwasser dürfe nicht für Zwecke verwendet werden, die nicht unbedingt notwendig sind.
Spanien: Zwei große Waldbrände wüten im SüdenIn Spanien brennt es im Süden an zwei Orten: Die größten Sorgen das Feuer, das seit gut einer Woche in der Provinz Huelva in Andalusien wütet. Die Flammen haben dort bereits 31.000 Hektar erfasst, wie die Regionalregierung von Andalusien mitteilte. Das entspricht der Fläche der Stadt München.Verschärft hat sich die Lage bei dem Brand nahe Las Peñas de Riglos in der nordöstlichen Region Aragonien. Nach einem Wiederaufflammen mehrerer Brandherde wurden in der Nacht vier weitere Ortschaften mit insgesamt 127 Einwohnern evakuiert. Damit stieg die Zahl der Menschen, die ihre Häuser verlassen mussten, auf rund 1.000. Der Brand hat nach Behördenangaben in der Provinz Huesca bereits rund 10.000 Hektar Wald und Buschland erfasst. Dort bedrohen die Flammen unter anderem historische Kloster San Juan de la Peña. Wertvolle Kunstschätze wurden vor den Flammen in Sicherheit gebracht.
Debatte um Hitzeschutz im Grundgesetz: SPD, Grüne und Linke dafür – CDU dagegenIn Deutschland gab es in diesem Jahr nach Berechnungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) bereits etwa 12.500 hitzebedingte Sterbefälle. Vor diesem Hintergrund gibt es Forderungen von unterschiedlicher Seite, Klimaanpassung und Hitzeschutz als Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern im Grundgesetz zu verankern.Die CDU hat dem nun eine Absage erteilt. Dies sei „wohlfeil und bringt nichts“, sagte die neue CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe). Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hatte einen solchen Schritt zuvor hingegen als „zwingend notwendig“ bezeichnet. Hoppermann sagte nun, Klimaanpassung und Hitzeschutz seien eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Das gelingt nur, wenn Bund, Länder und Kommunen auf Augenhöhe zusammenarbeiten“, fügte die CDU-Politikerin hinzu. „Aber eine Grundgesetzänderung, die dem Bund immer neue Kompetenzen gibt und zu neuen Zuständigkeitsstreitereien führt, ist der falsche Weg.“Schneider hatte angekündigt, in den kommenden Monaten einen Vorschlag für eine entsprechende Änderung des Grundgesetzes vorzulegen. Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD dafür einen Prüfauftrag vereinbart. Schneider begründet den Vorstoß gerade damit, dass dies eine Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen erleichtern würde. Eine Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Hitzeschutz fordern auch kommunale Spitzenverbände, Grüne und Linkspartei. Die Kommunen verbinden dies mit der Forderung nach mehr finanzieller Unterstützung des Bundes für dafür erforderliche Maßnahmen.Die Befürworter der Gemeinschaftsaufgaben verweisen auf immer häufigere Hitzewellen in Deutschland und deren Folgen. Für die Verfassungsänderung wäre eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag erforderlich. Da SPD, Grüne und Linke dafür sind, hängt eine Änderung von der CDU/CSU ab.Angesichts der hohen Zahl an hitzebedingten Sterbefällen werfen Ärzteverbände der Bundesregierung Untätigkeit vor. Die bislang höchste Zahl an Hitzetoten war zuvor 2018 mit geschätzt 8900 Fällen im gesamten Jahr registriert worden.
Spanien rettet seine mittelalterlichen Könige vor den FlammenSpanische Einsatzkräfte haben die sterblichen Überreste von drei Königen aus dem Mittelalter vor einem herannahenden Waldbrand gerettet. Die Flammen fraßen sich am Donnerstag immer näher an das fast tausend Jahre alte Bergkloster San Juan de la Peña in der Region Aragón heran. Für die Behörden begann ein Wettlauf gegen die Zeit, denn in dem historischen Gemäuer ruhen die ersten drei Könige von Aragón, die im elften Jahrhundert herrschten.Eine Spezialeinheit des Militärs habe sich als erste in die Gefahrenzone gewagt, sagte Mar Vaquero, die Vizepräsidentin der nordöstlichen Region. Es sei ihnen gelungen, wertvolle historische Gewänder zu bergen, bevor das Feuer sie zum Rückzug zwang. Gemeinsam mit Polizisten und Denkmalschützern gingen sie Vaquero zufolge ein zweites Mal in das bedrohte Kloster und schafften es, die Särge der Könige sowie mehrere historische Gemälde aus dem Pantheon zu holen. „Eine unglaublich mutige Leistung“, lobte Vaquero die Einsatzkräfte.Die kostbare Fracht sei nun sicher im 80 Kilometer entfernten Provinzmuseum von Huesca untergebracht, wo sie bleibe, bis die Gefahr vorüber ist. Das Feuer, angefacht durch Hitze und starke Winde, hat bereits über 9000 Hektar Land verwüstet und Tausende Menschen in die Flucht getrieben. Das Kloster selbst hatte Glück im Unglück: Am Freitagmorgen stand es noch unversehrt inmitten der verkohlten Landschaft.
Niedriger Rheinpegel sorgt für Spritknappheit in Ostfrankreich Autofahrer in Ostfrankreich bekommen die Folgen des Niedrigwassers im Rhein zu spüren. In der Region Grand Est, zu der unter anderem das Elsass und Lothringen gehören, waren am Freitagmorgen nach französischen Behördenangaben 14 Prozent der Tankstellen unterversorgt. Wegen der niedrigen Pegelstände ist die Binnenschifffahrt stark beeinträchtigt, viele Kraftstofflieferungen erreichen deshalb nicht mehr den Hafen von Straßburg.Landesweit haben den Angaben nach nur drei Prozent der Tankstellen Versorgungsprobleme. Und auch innerhalb der Region Grand Est verschärft sich die Lage mit zunehmender Nähe zum Rhein: in den Vogesen und im Elsass steigt die Quote auf 25 bis 50 Prozent.
Historischer Tiefstand: Rheinpegel bei Kaub erstmals einstelligIm Rhein ist der Wert am Pegel bei Kaub am Freitagvormittag mit acht Zentimetern erstmals auf einen einstelligen Wert gesunken. „Es sind historisch niedrige Wasserstände, so niedrig waren wir noch nie, aber das sind wir schon seit paar Tagen“, sagte ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein der Deutschen Presse-Agentur. Die Schifffahrt werde sehr stark eingeschränkt. „Mit allen Sekundärwirkungen - in die Logistikbranche, in die Industrie, in die Versorgung.“Kaub liegt im Mittelrheinabschnitt zwischen St. Goar und Budenheim bei Mainz. In den vergangenen Tagen sank hier das Wasser schnell: Der Stand lag vor knapp drei Wochen bei mehr als 50 Zentimetern. Niedrigwasser betrifft nicht nur diesen Pegel: Vielerorts wurden Rekorde aufgestellt. Im Niedrigwasserjahr 2018 betrug der zuvor niedrigste Stand seit Messbeginn bei Kaub 25 Zentimeter. Die regelmäßige Beobachtung begann mit einem Lattenpegel bereits 1856.„Im Moment zeigt der aktuell gemessene Wasserstand einen Wert von acht Zentimetern. Das sind 17 Zentimeter unterhalb des jemals gemessenen niedrigsten Wasserstands am Pegel Kaub“, sagte ein Sprecher der Bundesanstalt für Gewässerkunde. „Das sind allerdings erst Rohdaten.“
Der Bodensee hat so wenig Wasser wie nie zuvor in diesem JahrNach wochenlanger Trockenheit und Hitze hat der Wasserstand im Bodensee mit 275 Zentimetern am Pegel Konstanz seinen niedrigsten Wert in diesem Jahr erreicht. Das sei normalerweise im Februar oder März der Fall, teilte die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) mit. Die Gründe für die aktuelle Lage: Regen sei ausgeblieben und viel Wasser durch die anhaltende Hitze verdunstet. Zudem habe es im Winter zu wenig in den Alpen geschneit, deshalb fehle das Schmelzwasser aus den Bergen. Schon seit Ende November 2025 sei es in Baden-Württemberg zu trocken. Weil es im alpinen Einzugsgebiet des Bodensees zu wenig geregnet oder geschneit habe, führten die Seezuflüsse, insbesondere der Alpenrhein, teils extremes Niedrigwasser. „Und das sehen wir jetzt auch am Bodensee deutlich“, sagte LUBW-Präsident Ulrich Maurer.Am Pegel Konstanz wurden laut LUBW am Donnerstag 275 Zentimeter gemessen. „Damit liegt der Wasserstand deutlich unter den jahreszeitlich üblichen Werten“, hieß es. Es war zudem der niedrigste Wert, der je an einem 13. August gemessen wurde (Auswertezeitraum ab 1850).Bislang war der niedrigste Wasserstand des Jahres am 9. Februar mit 276 Zentimetern gemessen worden. Ende Februar/Anfang März 1858 lag der Pegel laut LUBW über mehrere Tage bei 226 Zentimetern - das ist der niedrigste Wert der gesamten Messreihe seit 1850.Und auch der neue Tiefststand dürfte nicht von langer Dauer sein: Die LUBW rechnet mit einem weiteren Rückgang des Wasserstandes. An einem heißen Sommertag könne die Verdunstung aus dem Bodensee durchaus auf bis zu 30 Kubikmeter pro Sekunde steigen. „Das entspricht etwa dem Volumen eines Tanklastwagens pro Sekunde“, teilte die LUBW mit. Normalerweise werde dieser Verlust durch die Zuflüsse zum Bodensee ausgeglichen - das sei in diesem Jahr nicht ausreichend der Fall.