FAZ 17.03.2026
10:03 Uhr

Explosionen in Nigeria: Mehr als 20 Tote bei Selbstmordanschlägen in Nigeria


Bei Explosionen in der nigerianischen Stadt Maiduguri sind viele Menschen verletzt und getötet worden. Die Ermittlungen dauern an.

Explosionen in Nigeria: Mehr als 20 Tote bei Selbstmordanschlägen in Nigeria

Bei einer Serie mutmaßlicher Selbstmordanschläge in der nigerianischen Stadt Maiduguri sind am Montag mindestens 23 Menschen ⁠getötet worden. Zudem seien 108 weitere Menschen verletzt worden, teilte die Polizei im Bundesstaat Borno am späten Abend mit. ‌ Den Angaben zufolge ereignete sich die erste Explosion bei einem Postamt im Stadtzentrum, unmittelbar gefolgt von einer weiteren auf einem belebten ‌Markt in ‌der Nähe. Weitere Detonationen trafen das Lehrkrankenhaus der Universität von Maiduguri sowie den östlichen Stadtteil Kaleri. Patrouillen in der Stadt Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen davon aus, dass die Anschläge ⁠von Selbstmordattentätern verübt wurden. Wer dahinter stecken könnte, wurde zunächst nicht gesagt. Die Sicherheitskräfte verstärkten Patrouillen in der Stadt, um weitere Anschläge zu verhindern. Die Explosion ereignete sich, nachdem mutmaßliche Boko-Haram-Terroristen in den frühen Morgenstunden des Montags einen gleichzeitigen Angriff auf drei Militärstellungen im gesamten Bundesstaat verübt hatten. Maiduguri ist die ⁠Hauptstadt des Bundesstaates ‌Borno im Nordosten Nigerias. In der Region verüben die Islamisten-Gruppe Boko Haram und der westafrikanische Ableger der Extremisten-Miliz Islamischer Staat (ISWAP) ⁠seit Jahren immer wieder ⁠Anschläge auf Zivilisten und staatliche Einrichtungen. Die Extremisten kämpfen für die ⁠Errichtung eines ⁠Gottesstaates. In dem Konflikt sind bereits Zehntausende Menschen getötet und rund zwei Millionen ‌in die Flucht getrieben worden.