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09.09.2026
19:54 Uhr
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Italienische Autolobby fordert 80 Prozent EU-Zoll auf chinesische Autos +++ US-Start-up plant Massenproduktion von Marschflugkörpern in Sachsen +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Vierter KI-Cybersicherheitsvorfall bei AnthropicAnthropic hat einen vierten Cybersicherheitsvorfall mit einer frühen Version seines KI-Modells Claude gemeldet. Wie die Entwicklerfirma in einem Blogbeitrag mitteilte, ereignete sich der Zwischenfall im Januar mit einer Vorabversion von Claude Opus 4.6. Die Betroffenen seien informiert worden, weitere Details nannte Anthropic nicht. Erst im Juli hatte das Unternehmen offengelegt, dass seine Modelle bei Tests in die Systeme von drei Firmen eingedrungen waren.
Menschen in Deutschland fahren etwas mehr AutoRund 1900 Mal von der Erde zur Sonne und zurück: Die Menschen in Deutschland haben im vergangenen Jahr 562 Milliarden Kilometer mit Autos zurückgelegt. Das geht aus Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervor. Demnach stieg die mit Autos zurückgelegte Wegstrecke im Vergleich zu 2024 leicht, damals waren es rund 558 Milliarden Kilometer.Betrachtet man alle in Deutschland zugelassenen Kraftfahrzeuge – also neben Autos unter anderem auch Lastwagen und Motorräder – stieg die Gesamtfahrleistung ebenfalls leicht auf fast 675 Milliarden Kilometer. Das Bundesamt betrachtet für die Statistik seit dem Berichtsjahr 2023 die Differenzen der Kilometerstände zwischen den Hauptuntersuchungen.
Italienische Autolobby fordert 80 Prozent EU-Zoll auf chinesische AutosDer italienische Automobilzulieferer-Verband Anfia fordert von der Europäischen Union (EU) drastische Einfuhrzölle auf chinesische Autos und Bauteile. Importe aus China sollten bis zu einer Grenze von acht Prozent der jährlichen Neuzulassungen in Europa zollfrei bleiben, darüber hinaus jedoch mit einem Zoll von 80 Prozent belegt werden, sagte Anfia-Präsident Roberto Vavassori am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. „Wir haben größten Respekt vor dem, was die chinesische Industrie erreicht hat“, erklärte Vavassori. „Aber dieser Respekt hat sich nun in Angst verwandelt.“Verstärkt wird die Sorge der Zulieferer in Italien durch die Krise bei Volkswagen. Europas größter Autobauer reduziert unter anderem wegen des Konkurrenzdrucks in China die Produktionskapazität und will weltweit bis zu 50.000 weitere Arbeitsplätze streichen. Von den 4,9 Milliarden Euro Exporten der italienischen Zulieferer nach Deutschland im vergangenen Jahr entfiel etwa eine Milliarde auf Volkswagen. Europa dürfe eine Industrie, die für seine strategische Autonomie unerlässlich sei, nicht verlieren, warnte Vavassori.Die EU erhebt auf chinesische Elektroautos zusätzliche Zölle, die zusammen mit dem Standardzoll von zehn Prozent je nach Hersteller zwischen rund 18 und 45 Prozent liegen. Nach der geltenden Rechtslage werden Zölle in einem umfangreichen Prüfverfahren festgelegt.
Ausschreibung für neue Gaskraftwerke deutlich überzeichnet An der ersten Runde des Gebotsverfahrens des Bundes für neue Gaskraftwerke nach dem Strom VKG hat es nach Angaben der Bundesnetzagentur eine rege Beteiligung gegeben. Die Ausschreibung sei „deutlich überzeichnet“, hieß es von der Behörde. Sie wolle die Zuschläge spätestens am 3. November 2026 bekanntgeben. Weil durch den immer höheren Anteil an Erneuerbaren Erzeugungsanlagen im Stromsystem die Versorgungssicherheit auch dann gewährleistet bleiben soll, wenn Wind und Sonne über längere Zeit ausbleiben, sollen in Zukunft die neuen Kraftwerke zum Ausgleich solcher Lücken einspringen. Geplant sind in den kommenden Jahren Ausschreibungen in mehreren Schritten. Die Netzagentur beginne an diesem Mittwoch mit der Prüfung der Gebote, teilte sie weiter mit. Dabei gehe es insbesondere darum, „ob die Bieter alle Teilnahmevoraussetzungen erfüllen und keine Ausschlussgründe vorliegen“. Ausgeschlossen würde ein Gebot für eine Erzeugungsanlage beispielsweise, wenn sie nicht das sogenannte Langzeitkriterium erfüllt, also technisch nicht in der Lage ist, ohne Unterbrechung für mindestens zehn aufeinanderfolgende Stunden Strom in Höhe von mindestens 80 Prozent der installierten Leistung in das Netz der allgemeinen Versorgung einzuspeisen.
US-Start-up plant Massenproduktion von Marschflugkörpern in SachsenDas amerikanische Rüstungs-Start-up Covenant will ab Anfang 2027 in Sachsen mit der Massenproduktion eines günstigen Marschflugkörpers beginnen. Mit dem „Anthem“ genannten Flugkörper als preiswerte Alternative zu schweren Waffen wie der US-Tomahawk wolle man die Lücke bei Langstreckenwaffen in Europa schließen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur Reuters von Ende August. „Unsere anfängliche Produktionsrate bei Betriebsstart liegt bei 1000 Anthem-Flugkörpern pro Jahr“, sagte Abby Denburg, Präsidentin und Chief Growth Officer von Covenant in einem Interview mit Reuters.Ausgelegt sei die Anlage für 5000 Stück. „Unser Ziel ist es, bis 2028 die Marke von 5000 zu erreichen oder zumindest im Laufe des Jahres 2028 eine entsprechende Produktionsrate zu erzielen“, ergänzte Mitgründer und Firmenchef Michael Kaufman. Ein erster europäischer Auftrag liege schon vor.
Fast 80 Euro: Europäischer Gaspreis erreicht höchsten Stand seit Ende 2022Der Preis für europäisches Erdgas hat am Mittwoch angesichts der Zuspitzung der Lage im Nahen Osten seinen Höhenflug fortgesetzt. Erstmals seit Ende 2022 stieg der richtungsweisende Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat an der Börse in Amsterdam bis auf 79,11 Euro je Megawattstunde (MWh). Das waren 1,22 Prozent mehr als am Vortag.Der Konflikt zwischen den USA und Iran um die Kontrolle der Straße von Hormus ist zuletzt weiter eskaliert. Mit dem jüngsten Preissprung ist Erdgas im Großhandel teurer als zu Beginn des Irankriegs, als die Notierung im März kurz über 70 Euro je MWh gestiegen war. Höher war der Preis zuletzt 2022, als er nach einem russischen Lieferstopp infolge des Ukraine-Kriegs zeitweise über 300 Euro gestiegen war.Aktueller Preistreiber ist die Sorge, dass Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG) aus den Fördergebieten am Persischen Golf dauerhaft blockiert sein könnten. Eine nachhaltige Öffnung der Straße von Hormus ist nicht in Sicht. An den Finanzmärkten gibt es kaum noch Hoffnung auf eine Verhandlungslösung. Der Gaspreis steigt seit Anfang Juli. Damals hatte er noch bei gut 40 Euro gelegen.
Worthington geht bei Klöco-Übernahme den nächsten SchrittAuf dem Weg zur Übernahme des Düsseldorfer Metallverarbeiters Klöckner und Co (Klöco) stellt der amerikanische Konzern Worthington Steel weitere Weichen: Das Unternehmen teilte am Mittwoch mit, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BGAV) mit Klöco unterzeichnet zu haben. Ein solcher Vertrag würde Klöco künftig verpflichten, als Tochtergesellschaft seine Gewinne an die Amerikaner weiterzureichen, zugleich müsste die neue Muttergesellschaft für die Verluste von Klöco einstehen. Der BGAV braucht allerdings noch die Zustimmung der Klöckner-Aktionäre. Die Hauptversammlung von Klöckner muss dem Vertrag mit mindestens 75 Prozent des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals zustimmen. Eine außerordentliche Hauptversammlung werde für den 23. Oktober 2026 erwartet, wie Worthington weiter mitteilte.Die Fusion von Worthington und Klöco, bei dem der etwas kleinere Stahlkonzern aus Ohio den etwas größeren Wettbewerber aus Deutschland schluckt, verlief bislang nicht ohne Stolpersteine, obwohl sich die Unternehmen eigentlich schon lange über den Zusammenschluss einig sind. Mitte Januar, als Worthington das Übernahmeangebot unterbreitete, sah es noch aus als würde alles glattgehen. Weil aber die Klöckner-Aktie kurz vor Ablauf der Annahmefrist im Rahmen des freiwilligen Übernahmeangebots nachhaltig über den Angebotspreis von 11 Euro gestiegen war, senkte Worthington die Mindestannahmeschwelle von 65 Prozent auf 57,5 Prozent. Als Klöco in diesem August von der Börse verschwand, hielt Worthington rund 62 Prozent des Grundkapitals.
EU-Gericht bestätigt: Booking darf eTraveli nicht übernehmenDer Reiseanbieter Booking.com darf das Flugportal eTraveli nicht übernehmen. Das Gericht der Europäischen Union in Luxemburg bestätigte am Mittwoch die entsprechende Entscheidung der EU-Kommission von 2023. Eine Fusion der beiden Firmen würde den Wettbewerb deutlich behindern, entschied es. Die europäische Wettbewerbsaufsicht befürchtet, dass Booking mit einer Übernahme von eTraveli seine dominante Position auf dem Markt der Online-Reisevermittlungen zu stark ausbauen würde. Das könne zu steigenden Kosten für Hotels und Touristen führen, erklärte die Kommission 2023. Booking argumentierte vor Gericht dagegen. Der Zusammenschluss werde zu mehr Effizienz führen, gab das Unternehmen an. Das Gericht ging aber davon aus, dass das die negativen Folgen nicht ausgleichen könne. Gegen das Urteil kann Booking noch vor dem Europäischen Gerichtshof als nächsthöherer Instanz vorgehen.
KI-Forscher von Anthropic tritt zurück und warnt vor KI-RisikenEin Forscher der KI-Firma Anthropic ist mit einer drastischen Warnung zurückgetreten: Die großen Entwickler Künstlicher Intelligenz handelten unverantwortlich „und spielen mit unseren Leben“. Bald werde es Computersysteme geben, deren Fähigkeiten die von Menschen überträfen, betonte Jacob Coxon auf der Online-Plattform X. Künstliche Intelligenz würde dann „alles hacken können“ und die Möglichkeit haben, sich „Zugang zu echter Macht und Ressourcen“ zu verschaffen. „Die Leute, die KI entwickeln, glauben ernsthaft, dass sie zum Ende des Jahrzehnts alle töten könnte“, warnte Coxon. Dem „Wall Street Journal“ sagte der 27-jährige Brite, nach den „aggressivsten Szenarien“ könnten die Dinge bereits Ende kommenden Jahres außer Kontrolle geraten. Als eine zentrale Gefahr sieht er Künstliche Intelligenz, die sich selbst weiterentwickeln kann – und damit schwerer zu kontrollieren wird.Anthropic-Forscher Evan Hubinger, der mit dafür zuständig ist, dass KI mit den Interessen der Menschen im Einklang bleibt, bestätigte wenig später Coxons Sorgen. Er persönlich denke, die Gefahr, dass KI die Menschheit töte, liege im kommenden Jahrzehnt bei mehr als zehn Prozent, schrieb er bei X.Zuvor mahnte auch der Forschungschef des ChatGPT-Entwicklers und schärfsten Anthropic-Rivalen Open AI, Jakub Pachocki, „extreme Vorsicht“ an. Er sei besorgt, dass niemand auf eine rapide Weiterentwicklung der Fähigkeiten Künstlicher Intelligenz vorbereitet sei, schrieb Pachocki in einem Blogeintrag. Man sei an einem Moment der Geschichte angelangt, in dem die Intelligenz von Maschinen beginne, die der Menschen zu übertreffen.Der Open AI-Manager umschrieb ausführlicher, warum moderne KI-Systeme schwerer zu kontrollieren seien. Man lasse diese Künstliche Intelligenz eher „wachsen“, statt sie zu designen. KI-Systeme seien ein Produkt komplexer Prozesse. „Unsere groß angelegten Trainingsläufe sind Experimente – und wir sind manchmal überrascht von ihren Ergebnissen.“ Und je mehr die Fähigkeiten der Maschinen die menschlichen überträfen, desto schwieriger werde es zu verstehen, zu was sie in der Lage seien.Zugleich sieht Pachocki ein Argument für die Fortsetzung rapider Forschung: Künstliche Intelligenz zu entwickeln, die gegen die Gefahren anderer KI verteidigen könnte. Man werde sie unter anderem brauchen, um Infrastruktur zu schützen und ganz neue Verteidigungsmechanismen zu entwickeln.Ein Weckruf für die Branche waren in den vergangenen Monaten Hacking-Attacken, bei denen sogenannte KI-Agenten in Testläufen eigenständig in Systeme anderer Unternehmen eindrangen. Solche Agenten sind Programme mit Künstlicher Intelligenz, die selbstständig Aufgaben für die Nutzer erfüllen sollen. Bei Open AI fand ein KI-Modell in einem Test einen Weg, aus einer eigentlich isolierten Testumgebung ins offene Internet zu gelangen - und hackte sich dann ins Computersystem der KI-Plattform Hugging Face. Dabei suchte es nur nach einer Lösung für die Testaufgabe und richtete keinen Schaden an. Allerdings zeigte der Vorfall, wie weit KI-Systeme ungeplant auf eigene Faust gehen können, ohne dass ihre Entwickler das mitbekommen.Zuletzt wurde auch bekannt, dass KI-Agenten von Open AI bereits im Frühjahr eine deutschsprachige Wiki-Seite in großem Stil für Absprachen untereinander missbraucht hatten. Ein aktueller Schutzmechanismus der KI-Entwickler ist, dass die Modelle mit Künstlicher Intelligenz ihr Handeln in menschlicher Sprache erklären müssen. Die KI-Agenten nutzten die Kommunikationsmöglichkeit in Testläufen, um sich über Notizen auf der Wiki-Seite untereinander zu Antworten auf gestellte Fragen auszutauschen.
USA werfen Deepseek & Co Kopieren von KI-Technologie vorIm Vorfeld des Besuchs des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in den USA werfen die USA chinesischen Firmen wie Alibaba und Deepseek böswilliges Abschöpfen von KI-Technologie aus den USA vor. Die chinesischen Firmen nutzten Varianten von US-Modellen, um ihre eigenen KI-Produkte zu trainieren, teilten die Nationale Sicherheitsbehörde (NSA), die Agentur für Cybersicherheit (CISA) sowie die Bundespolizei FBI am Dienstag mit. Dies geschehe „wahrscheinlich mit Wissen der chinesischen Regierung“. In China ansässige KI-Firmen betrieben „aggressive, böswillige und gezielte Destillationsaktivitäten im industriellen Maßstab“ und nutzten dabei eine als „Destillation“ bekannte Methode. Konkret wurden die chinesischen Firmen DeepSeek, Moonshot AI, Alibaba, MiniMax und StepFun genannt.Bei der sogenannten Destillation werden kleinere KI-Modelle mit den Ergebnissen größerer, teurerer Modelle trainiert, um die Entwicklungskosten für neue KI-Werkzeuge zu senken. Die Vorwürfe werden zu einem Zeitpunkt laut, an dem sich die Regierung von US-Präsident Donald Trump auf einen Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Ende September in den USA vorbereitet. Zudem planen beide Staaten der Nachrichtenagentur Reuters zufolge für Mitte September einen Dialog über KI-Sicherheitsrisiken.
VW erwägt Verkauf von Motorradhersteller Ducati Volkswagen erwägt im Zuge einer Umstrukturierung seines Produktportfolios den Verkauf des Motorradherstellers Ducati, berichtet Bloomberg. Die italienische Marke gehöre zu den 600 von insgesamt 2.000 Geschäftsbereichen des Volkswagen-Konzerns, die derzeit überprüft würden, sagte Audi-Vorstandsvorsitzender Gernot Döllner in einem Interview. Der traditionsreiche Hersteller von Hochleistungsmotorrädern gehört zur Audi-Gruppe beim Volkswagen-Konzern.„Innerhalb des Volkswagen-Konzerns setzen wir auf ein diszipliniertes und verantwortungsvolles Portfoliomanagement“, sagte Döllner. „Es ist Teil des Evaluierungsprozesses, dass wir auch über Ducati sprechen werden, aber es ist noch nichts entschieden.“Das in Bologna ansässige Unternehmen ist für „Superbikes“ wie die Panigale bekannt. Auf Basis der Bewertungen vergleichbarer Unternehmen könnte Ducati laut Bloomberg-Intelligence-Analyst Michael Dean rund 1,25 Milliarden Euro wert sein.Volkswagen versucht, sich zu verschlanken, um als Europas größter Autohersteller wettbewerbsfähiger zu werden. Der Aufsichtsrat genehmigte in der vergangenen Woche ein Restrukturierungspaket, das eine Reduzierung des Unternehmens- und Beteiligungsportfolios um rund ein Drittel vorsieht. Im Juni vereinbarte der Konzern den Verkauf von 51 Prozent der Everllence-Schiffsmotorensparte, der voraussichtlich rund 7,4 Milliarden Euro einbringen wird.Audi übernahm Ducati im Jahr 2012. Im Jahr 2017 prüfte das Unternehmen einen Verkauf des 100 Jahre alten Herstellers, gab den Prozess jedoch wegen des Widerstands deutscher Arbeitnehmervertreter auf. Ducati verkauft jährlich rund 50.000 Einheiten. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 925 Millionen Euro und einen operativen Gewinn von 52 Millionen Euro.
Betreiber der Preisvergleichsapp Smhaggle schlittert in die InsolvenzDie My-Valueshopping Germany GmbH aus dem hessischen Idstein hat einen Antrag gestellt, um ein Insolvenzverfahren zu starten. Der Preisvergleichsapp Smhaggle droht damit das Aus. Darüber hat als Erstes bild.de berichtet. Mithilfe der Plattform konnten Nutzerinnen und Nutzer gegen hochgeladene Kassenbons bares Geld in Form von Cashback sparen. Die Kassenbons wiederum waren die Grundlage für Preisvergleiche. Auf diese Daten hat in der Vergangenheit auch die F.A.Z. zurückgegriffen.In jüngster Vergangenheit kam es immer wieder zu Beschwerden von Nutzern über Smhaggle, manche sprachen von ausbleibenden Cashback-Zahlungen. Vor zwei Monaten schaltete Smhaggle-Chef Sven Reuter die Website nach eigenen Angaben wegen eines Hackerangriffs ab. Dieser habe ihm klargemacht, dass sein Geschäftsmodell keine Zukunft mehr habe. „Es ist mir nicht gelungen, Investoren zu gewinnen, daher habe ich vor ein paar Tagen Insolvenz angemeldet\", sagte Reuter bild.de.
EU genehmigt Millionen für Insulinfabrik von Sanofi Um die Versorgung mit Insulin zu stärken, darf Deutschland den Arzneimittelhersteller Sanofi mit 400 Millionen Euro unterstützen. Das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt könne damit für seine Nettokosten entschädigt werden, teilte die EU-Kommission mit. Sie prüft staatliche Beihilfen wie diese, um Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden.Die Sanofi-Aventis Deutschland GmbH verpflichtet sich nach Angaben der Brüsseler Behörde im Gegenzug dazu, bis Ende 2032 eine neue Insulinfabrik an ihrem Standort im Frankfurter Stadtteil Höchst aufzubauen. Dort sollen demnach bis Ende 2042 jährlich mindestens 1,1 Tonnen Insulin hergestellt werden. Der Arzneimittelhersteller muss zudem eine Tonne pharmazeutischer Insulinwirkstoffe bevorraten und im Fall eines Engpasses bei der Insulinversorgung die europäischen Märkte bevorzugt versorgen.Ohne die Gelder würde Sanofi laut Mitteilung der EU-Kommission seinen deutschen Standort schließen. Es sei die einzige Produktionsstätte für Humaninsulin im Europäischen Wirtschaftsraum und eine von nur zwei Insulin-Produktionsstätten im Gebiet. „Da einige Produkte wie menschliches Insulin nicht mehr im EWR hergestellt würden, wäre Europa von Einfuhren aus Drittländern abhängig“, so die Behörde.Humaninsulin wird zur Behandlung von Diabetes mellitus verwendet. Die Stoffwechselstörung führt zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel. Insulin sorgt dafür, dass Glukose aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen werden kann. Der französische Pharmakonzern Sanofi hatte 2024 angekündigt, bis 2029 rund 1,3 Milliarden Euro in den Bau einer modernen Insulinproduktionsanlage an seinem Standort in Frankfurt zu investieren. Mehrere hundert Fachkräfte sollen dort künftig arbeiten. Die Investition von Sanofi wird demnach durch die Unterstützung der Bundesregierung, der hessischen Landesregierung sowie der Stadt Frankfurt ermöglicht. Das grüne Licht aus Brüssel war die letzte Hürde. Am Standort in Frankfurt arbeiteten nach Unternehmensangaben zuletzt etwa 6.500 Menschen.
Französisches KI-Startup Mistral erhält Milliarden-FinanzspritzeDer französische KI-Entwickler Mistral hat bei einer Finanzierungsrunde drei Milliarden Euro eingesammelt. Damit steige die Bewertung auf etwa 21 Milliarden Euro, teilte das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Start-up am Dienstag mit. Zu den neuen Investoren zählten der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung und der Scaleup Europe Fund der Europäischen Union (EU).Das Geld solle unter anderem zur Weiterentwicklung von KI-Modellen genutzt werden, sagte Mistral-Finanzchef Johan Bergqvist der Nachrichtenagentur Reuters. Die vor drei Jahren gegründete Firma gilt als europäische Antwort auf OpenAI und Anthropic, deren Bewertungen jedoch bei umgerechnet jeweils rund 900 Milliarden Euro liegen. Beide US-Start-ups wollen in den kommenden Monaten an der Wall Street debütieren. Für Mistral sei ein Börsengang zwar prinzipiell eine Option, der Zeitpunkt hierfür jedoch völlig offen, sagte Bergqvist. „Derzeit führen wir keine Gespräche über dieses Thema.“Mistral sei auf gutem Weg, bis Ende 2026 den jährlich wiederkehrenden Umsatz auf eine Milliarde Euro zu steigern, fügte der Manager hinzu. Die Kunden kämen nicht nur aus Europa, sondern verstärkt auch aus Asien und Nordamerika. Die Anwender können die KI-Modelle des Start-ups auf ihre eigenen Server herunterladen und an ihre jeweiligen Bedürfnisse anpassen.