FAZ 16.03.2026
10:02 Uhr

Business-Ticker: Meta plant, mehr als 20 Prozent der Belegschaft zu entlassen


Piloten stimmen auch bei Eurowings für Streik +++ Kamerahersteller Leica bekommt neuen Chef +++ IG Metall gewinnt VW-Betriebsratswahl +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Business-Ticker: Meta plant, mehr als 20 Prozent der Belegschaft zu entlassen

Piloten stimmen auch bei Eurowings für Streik  Nach Streiks der Piloten bei ​der Lufthansa könnte es auch bei ⁠der Tochtergesellschaft Eurowings zum Arbeitskampf kommen. In der Urabstimmung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) sprach sich eine Mehrheit ‌von 94 Prozent der Teilnehmenden für diese Option aus, wie die VC am Montag mitteilte. ‌Wie bei ‌der Kernmarke geht es bei dem Ferienflieger um höhere Arbeitgeberbeiträge zur betrieblichen Altersvorsorge. Die Forderungen dazu wolle die Gewerkschaft ​mittels Arbeitskampf durchsetzen, „wenn dies ⁠notwendig ist“.Bei der Lufthansa kam es in der vergangenen Woche ​deshalb zum zweiten Streik in diesem Jahr mit ⁠großflächigen Flugausfällen. Die VC ‌hatte bei Eurowings die Verhandlungen Anfang des Monats für gescheitert erklärt, weil der Arbeitgeber nur ⁠zu einer Umverteilung ⁠im bestehenden System bereit gewesen sei, aber nicht substanziell ⁠in ​die ⁠Betriebsrente investieren wolle. „Wir bleiben jederzeit ​zu konstruktiven Gesprächen bereit, erwarten dafür ‌aber ein ernsthaftes Entgegenkommen der Arbeitgeberseite“, erklärte VC-Präsident ​Andreas Pinheiro. 

Kamerahersteller Leica bekommt neuen ChefDer 44-jährige Andreas Voll wird neuer Vorstandsvorsitzender des Kameraherstellers Leica, berichtet die dpa. Mit Wirkung zum 1. April folgt der Manager auf Matthias Harsch, der das Unternehmen seit 2017 geführt hat und dessen Vertrag Ende März ausläuft. Der Leica-Mehrheitseigentümer und Aufsichtsratsvorsitzende Andreas Kaufmann würdigte die Verdienste von Harsch. Unter seiner Leitung habe Leica die Position als Premiummarke im Bereich Fotografie und Optik weiter ausgebaut und neue Geschäftsfelder erschlossen.Der künftige Vorstandschef Voll sei eine Führungspersönlichkeit mit umfassender internationaler Managementerfahrung sowie ausgewiesener Expertise in den Bereichen Premium-Technologie, Markenführung und strategische Unternehmensentwicklung, sagte Kaufmann der Deutschen Presse-Agentur.Unter Harschs Führung hatte Leica mehrere Umsatzrekorde in Folge erzielt. Zuletzt legten die Erlöse der Leica Camera AG im vergangenen Geschäftsjahr (31. März) 2024/25 um 7,6 Prozent auf den Höchstwert von 596 Millionen Euro zu. Das Unternehmen mit Sitz im mittelhessischen Wetzlar hat rund 2.300 Beschäftigte weltweit. Das Unternehmen hatte zuletzt etwa vom Revival der Kompaktkameras mit einem Trend hin zu hochwertigen Geräten profitiert. Ende Februar hatte der 60-jährige Harsch am Rande der Mobilfunkmesse MWC in Barcelona die Neuauflage des Leitzphone präsentiert, die weltweit vermarktet wird.

Lufthansa fliegt wieder nach Plan Nach dem Ende des zweitägigen Streiks der Lufthansa-Piloten ist der Flugbetrieb nach Unternehmensangaben am Samstag normal angelaufen. Die Flüge würden gemäß Flugplan durchgeführt, teilte das Unternehmen der Nachrichtenagentur dpa auf Anfrage mit. Der Streik betraf vor allem die Drehkreuze Frankfurt und München.„An den beiden vergangenen Streiktagen konnten mehr als 50 Prozent des ursprünglich geplanten Flugprogramms angeboten werden. Bei Langstreckenverbindungen lag der Anteil sogar bei 60 Prozent“, sagte ein Unternehmenssprecher. „Lufthansa Cargo flog mehr als 80 Prozent ihres Frachtflugprogramms.“ Die Regionaltochter Lufthansa Cityline, die nur am Donnerstag bestreikt wurde, habe bereits am Freitag wieder nahezu ihr komplettes Flugprogramm anbieten können, hieß es weiter. Dem widersprach die streikende Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC): Am ersten Streiktag seien von den ursprünglich von Lufthansa geplanten 800 Flügen knapp 80 Prozent ausgefallen – mit über 600 Ausfällen damit mehr als doppelt so viele wie von VC prognostiziert, hieß es in einem Streik-Fazit. Auch der zweite Streiktag bei Lufthansa und Lufthansa Cargo habe sich deutlich stärker entwickelt als vorhergesagt, so die Gewerkschaft. „Von den etwa 700 geplanten Flügen sind über 550 ausgefallen, ein Ausfall von ebenfalls knapp 80 Prozent.“ VC bezeichnete den Streik als „insgesamt sehr erfolgreich“.

IG Metall gewinnt VW-Betriebsratswahl  Die IG Metall hat bei der Betriebsratswahl bei VW in Wolfsburg trotz deutlicher Verluste ihre Spitzenposition verteidigt, berichtet die dpa. Bei der Abstimmung im Stammwerk erhielt ihre Liste mit Betriebsratschefin Daniela Cavallo an der Spitze 74,8 Prozent der Stimmen, wie der Betriebsrat nach Ende der Auszählung mitteilte. Bei der letzten Wahl 2022 waren es noch 85,5 Prozent gewesen.52 von 67 Mandaten in Wolfsburg gingen damit an die IG Metall. Nächststärkste Kraft wurde den Angaben zufolge erneut „Die Andere Liste“ des örtlichen Ex-IG-Metall-Chefs Frank Patta, die sich auf 14,1 Prozent steigerte und damit von 4 auf 10 Sitze verbesserte. Patta hatte sich einst mit Cavallos Vorgänger Bernd Osterloh überworfen und danach seine eigene Liste gegründet. Im Wahlkampf hatte er scharfe Kritik an der Betriebsratsspitze geübt.In Wolfsburg waren 61.300 Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgerufen  – fast die Hälfte aller 130.000 VW-Beschäftigten in Deutschland. Sechs Listen und ein Einzelbewerber standen auf den Stimmzetteln, darunter die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) und mehrere unabhängige Listen, die die IG Metall teils scharf kritisieren.

Fraport schließt Lücke im VorstandDer Frankfurter Flughafenkonzern Fraport besetzt einen leeren Vorstandsposten. Zum 1. Mai übernimmt der bisherige Lufthansa-Manager Dietmar Focke das Ressort für den Flugbetrieb und die Abfertigungsdienste am Boden. Der fünfte Vorstandsposten war unbesetzt, seit Vorstandsmitglied Anke Giesen zum Jahreswechsel in den Ruhestand getreten war.Über den freien Platz in der Konzernführung hat das Unternehmen kaum gesprochen. Dem Vernehmen nach soll eine erste Suche für den Posten zu keinem Resultat geführt haben. Nun werden mit dem Antritt von Focke auch Ressortzuschnitte verändert. Giesen war für die Handelsbereiche im Flughafen und die Immobilien des Konzerns zuständig. Um das Gebäudemanagement kümmert sich aktuell Technikvorstand Pierre Dominique Prümm, der nun die Zuständigkeit für den Flug- und Terminalbetrieb an Focke abgibt.Bei Lufthansa war der neue fünfte Fraport-Vorstand zunächst in der Instandhaltungssparte Lufthansa Technik tätig, 2022 wechselte er in den Vorstand von Lufthansa Cargo, seit 2024 leitete er die IT-Sparte Lufthansa Industry Solutions. 

Gewerkschaft UFO ruft Lufthansa-Flugbegleiter zur Streik-UrabstimmungDer Ausstand der Piloten der Lufthansa läuft noch, da droht schon der nächste Streik. Die Flugbegleitergewerkschaft UFO informierte am Freitag, dass sie nun das Kabinenpersonal der Lufthansa-Kernmarke über einen regulären Arbeitskampf abstimmen lassen will. „Unsere Verhandlungen laufen nicht etwa schwierig – sie sind gescheitert. Entsprechend werden wir in der kommenden Woche eine Urabstimmung einleiten\", schrieb die Gewerkschaft auf ihrer Internetseite. Bislang hatte UFO an einem Tag im Februar zum Warnstreik aufgerufen. Die Piloten fordern höhere Einzahlungen des Konzerns in einen Fonds für die betriebliche Altersversorgung. Die Flugbegleiter haben bislang mit Lufthansa über einen neuen Manteltarifvertrag verhandelt. In der vergangenen Woche hatte UFO Vorschläge der Lufthansa, über deren Details bislang nichts bekannt ist, als „Katalog des Grauens\" bezeichnet. Die Gewerkschaft hat zahlreiche Forderungen zu Arbeitszeitregelungen vorgelegt, Möglichkeiten zu kurzfristigen Dienstplanänderungen sollten beschnitten werden, drei zusätzliche Urlaubstage gewährt werden. Der Ausstand der Piloten, zu dem die Vereinigung Cockpit (VC) aufgerufen hatte, führte am Freitag zu mehr als 600 Ausfällen. Lufthansa hatte erklärt, trotz Streiks mindestens die Hälfte aller Flüge und auf Langstrecken 60 Prozent der Flüge durchzuführen. Dies werde erreicht, heiß es. VC-Vizepräsidentin Katharina Diesseldorff warf dem Unternehmen „Schönfärberei\" vor. Laut VC liege die Ausfallquote bei 65 Prozent. 

Nach EU-Strafe: Musks Plattform X reicht Vorschläge für Korrekturen einElon Musks Unternehmen X hat nach einer Millionenstrafe Vorschläge für Korrekturen an der Online-Plattform bei der Europäischen Kommission eingereicht. Ein Sprecher der Brüsseler Behörde bestätigte, dass die US-Plattform Anpassungen vorgeschlagen habe, die die Authentifizierung von Nutzerkonten durch Verifizierungshaken verbessern sollen. Details zu den Vorschlägen nannte er nicht. „Wir müssen die Tatsache würdigen, dass das Unternehmen nach einem konstruktiven Austausch seine Verpflichtungen ernst genommen und uns Nachbesserungen angeboten hat“, sagte der EU-Beamte. Wegen Transparenzmängeln hatte die EU-Kommission im Dezember gegen X eine Strafzahlung von 120 Millionen Euro verhängt. Als Grund nannte die Behörde unter anderem, dass die Authentifizierung von Nutzerkonten durch den weißen Verifizierungshaken auf blauem Grund irreführend sei. Noch bis Montag hat die Online-Plattform Zeit, die Strafe zu zahlen. Grundlage für das Verfahren ist das EU-Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, kurz DSA). Elon Musk hatte nach der Strafe vergangenes Jahr auf X geschrieben: „Die EU sollte abgeschafft werden.“ Auch die US-Regierung hatte mit massiver Kritik auf die EU-Entscheidung reagiert und kurz darauf sogar Einreisesperren gegen Europäer verhängt. 

Allianz-Chef Bäte verdient 11,6 Millionen EuroDer Vorstandsvorsitzende des Versicherungskonzerns Allianz, Oliver Bäte, hat im vergangenen Jahr nach dem Rekordgewinn von 17,4 Milliarden Euro seine Vergütung um fast 14 Prozent auf 11,6 Millionen Euro gesteigert. Wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht, beinhaltet diese Summe einen Pensionsaufwand von rund einer Million Euro. Der Vorstandschef profitierte auch von den um ein Fünftel auf 5,9 Millionen Euro gestiegenen langfristigen Boni. Der Aufsichtsrat lobte Bäte für die finanziellen Ergebnisse, die trotz anhaltender makroökonomischer Volatilität und einer erheblichen Schwäche des Dollars die Zielvorgaben deutlich übertrafen. Bätes klarer Fokus auf profitables Kundenwachstum sei durch herausragende Kundenzufriedenheitswerte, die Stärkung der Marke auf Rekordniveau und ausgezeichnete Mitarbeiterzufriedenheitswerte ergänzt worden. Mit seiner Vergütung reiht sich Bäte in die Liste der Top-Verdiener im Dax ein. Am meisten hat SAP-Chef Christian Klein mit 16,2 Millionen Euro für das vergangene Geschäftsjahr erhalten. Siemens-Chef Busch kam auf 12,3 Millionen Euro. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing wurde mit 10,5 Millionen Euro vergütet. Im Allianz-Vorstand profitierten von den langfristigen Erfolgsprämien auch die für Asien zuständige Renate Wagner, der für das Investment Management sowie Nachhaltigkeit verantwortliche Georg Thallinger und Deutschland-Chef Klaus-Peter Röhler. Wagner und Thallinger kommen auf eine Gesamtvergütung von jeweils 6,2 Millionen Euro, davon entfielen jeweils 3,3 Millionen Euro auf die langfristige Erfolgsvergütung. Der zum Jahresende ausscheidende Röhler wird für 2025 mit 5,4 Millionen Euro vergütet, davon 2,5 Millionen Euro langfristige Boni. 

Aida sagt Emirate-Kreuzfahrten für nächsten Winter abDie Reederei Aida, Marktführer auf dem deutschen Kreuzfahrtmarkt, will auch im nächsten Winter keine Fahrten im Persischen Golf anbieten. „Da die Lage im Nahen Osten weiterhin ungewiss und für die nächste Zeit nicht verlässlich einschätzbar ist, hat Aida Cruises entschieden, im Winter 2026/27 keine Reisen in dieser Region anzubieten“, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Auch die Südafrika-Törns, mit denen das Schiff „Aida Prima“ um Afrika herum in den Golf gelangen sollte, entfallen.Aida hatte schon in diesem Winter auf Orient-Kreuzfahrten verzichtet. Sie wurden im Sommer 2025 abgesagt. Das dafür vorgesehene Schiff verkehrte stattdessen rund um die Kanarischen Inseln. Die Absage erfolgte nach dem Kurzkrieg zwischen Israel und Iran und wurde schon damals mit der Lage in der Region begründet. Der Verzicht auf Passagen des Suezkanals, dem direkten Weg in die Region, hätte zudem zu längeren Überführungsfahrten geführt. Für den zu Ende gehenden Winter war ursprünglich das Gesamtangebot an Orient-Kreuzfahrten auf dem deutschen Markt durch ein zusätzliches Schiff der Mein-Schiff-Flotte von TUI deutlich gewachsen. Nun nimmt Aida die schon buchbaren Emirate-Fahrten für den nächsten Winter aus dem Programm. Kunden, die sich bereits für die Fahrten entschieden hatten, sollen bei Umbuchungen mit einem Guthaben von 200 Euro je Kabine für Serviceleistungen an Bord entschädigt werden. 

Deutscher Lada-Importeur ist insolvent Es werden keine russischen Kultautos mehr nach Deutschland importiert. Der deutsche Lada-Importeuer hat den Betrieb eingestellt, berichtet die „Bild“. Zuletzt beschäftigte die Lada Automobile GmbH noch zehn Mitarbeiter in Buxtehude und Neu Wulmstorf.Den Insolvenzantrag hatte das Unternehmen beim Amtsgericht Tostedt eingereicht. Es konnte jedoch kein Käufer gefunden werden, sagte der Insolvenzverwalter der „Bild“. Die Firma Lada Automobile habe sich schon länger in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befunden. Ende 2019 hatte der Importeur noch 44 Mitarbeiter. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine verkaufte Renault seinen Lada-Anteil. Nach Renaults Rückzug fehlte Lada Technik. Nur noch 33 Fahrzeuge wurden 2024 zugelassen. 

Lufthansa-Streik legt erneut Hunderte Flüge lahmFluggäste der Lufthansa müssen sich weiterhin auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit setzt ihren am Donnerstag begonnenen Streik bei Deutschlands größter Fluggesellschaft fort. Erneut sollen hunderte Flüge vor allem an den Drehkreuzen Frankfurt und München ausfallen, wie aus den Informationen der Flughäfen hervorgeht. Lufthansa rechnet erst für Samstag wieder mit einem regulären Flugplan. Flüge in den arabischen Raum sollen nicht bestreikt werden. Die streikende Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte von einer hohen Beteiligung der Beschäftigten an der bereits zweiten Streikwelle berichtet. Schon am 12. Februar hatten die Piloten mit ihrem Tarifkonflikt um die Betriebsrenten einen Großteil der Lufthansa-Flüge ausfallen lassen.Im aktuellen Streik hat Lufthansa einen Sonderflugplan für beide Streiktage aufgestellt, nach dem mindestens die Hälfte des sonst üblichen Programms stattfinden sollte. Bei Fernflügen werde sogar 60 Prozent erreicht. Dieses Programm finde statt wie geplant. Dem hat die Vereinigung Cockpit widersprochen: Nach ihren Daten seien 70 Prozent der Flugzeuge bis zum Nachmittag am Boden geblieben.

US-Solarunternehmen übernimmt Anlagen von Meyer BurgerDas US-Unternehmen Swift Solar aus Kalifornien hat Anlagen und Patente der insolventen deutschen Tochtergesellschaften des Schweizer Solarmodulherstellers Meyer Burger an Standorten in Sachsen und Sachsen-Anhalt übernommen. Das teilten die Insolvenzverwalter der deutschen Gesellschaften von Meyer Burger am Donnerstag mit. Gunter Erfurt, der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Meyer Burger, sitzt seit dem vergangenen Sommer im Beirat von Swift Solar. „Das Schöne an dem Deal ist, dass es schlicht und ergreifend nicht verloren geht und Europa doch noch einmal Gas geben kann – als transatlantische Aktivität“, sagte Erfurt zu der Übernahme von Produktionsanlagen und geistigem Eigentum von Meyer Burger durch Swift Solar.Es geht um eine Produktionsstraße zur Solarzellenproduktion in Bitterfeld-Wolfen und Technologie aus der Entwicklung von Meyer Burger in Hohenstein-Ernstthal. Ob der Investor aus den USA plant, die Produktion an den Standorten in Ostdeutschland wieder hochzufahren, blieb zunächst aber offen. Erst Anfang September 2025 hatte Meyer Burger die Produktion an den ostdeutschen Standorten eingestellt, nachdem die Suche nach einem Investor erfolglos geblieben war. Das Inventar wurde versteigert. Rund 600 Beschäftigte verloren ihren Arbeitsplatz. Swift Solar wurde im Jahr 2017 gegründet und gilt als einer der Marktführer in der sogenannten Perowskit-Silizium-Tandemtechnologie, mit der sich Solarmodule mit hohem Wirkungsgrad produzieren lassen.

Deutsche Reiseveranstalter haben Rückholung weitgehend abgeschlossenZehntausende Urlauber aus Deutschland hingen nach Beginn des Iran-Kriegs in den Emiraten und anderen Nahost-Staaten fest. Nun sind die Pauschalreiseanbieter mit ihren Rückholaktionen nahezu fertig. Es seien „bis auf einige wenige alle Veranstaltergäste sicher aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen Golfstaaten nach Deutschland zurückgekehrt“, teilte der Deutsche Reiseverband (DRV) am Donnerstagnachmittag mit. Die Rückholungen hatten die Anbieter für ihre Pauschalreisekunden selbst zu organisieren, indem sie Passagiere auf die noch stattfindenden Verbindungen von Golf-Carriern umbuchten oder Sonderflüge beauftragten. Der Reisekonzern TUI hatte Flugzeuge zum international kaum bekannten Wüstenflughafen von Al-Ain geschickt, die Lufthansa-Tochtergesellschaft Eurowings holte Reisende in Riad in Saudi-Arabien ab. Die Rückholflüge der Reisebranche fanden parallel zu den Verbindungen, für die das Auswärtige Amt Flugzeuge gechartert hatte, statt. Während Passagiere – überwiegend Reisende, die Flug und Unterkunft separat gebucht hatten – für die staatlich organisierten Sonderflüge eine Rechnung erhalten, fallen für Pauschalurlauber keine Zusatzkosten an. Bei diesen Reisen ist die Rückholung im Krisenfall „vertraglich mit eingeschlossen“, so der DRV. Neue Reisen in die Region fallen zunächst wegen des andauernden Konflikts und der bestehenden Reisewarnung aus. Die Durchführung von Reisen wäre aktuell für Reiseveranstalter „mit einem erheblichen Haftungsrisiko verbunden, das kaum eine Versicherung übernimmt“, teilt der DRV mit. TUI und Dertour haben erklärt, dass sie zunächst für alle bis zum Monatsende beginnenden Nahost-Reisen kostenfreie Umbuchungen gestatten – unabhängig davon, ob dann noch Warnungen bestehen. 

Generali weist Rekordgewinn aus Der italienische Versicherungskonzern Generali hat im vergangenen Jahr seinen höchsten operativen Gewinn aller Zeiten erzielt. Er stieg um fast zehn Prozent auf 8 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Mailand bekannt gab. Zugenommen haben bei dem Konkurrenten des Allianz-Konzerns auch die Bruttoprämien, die um knapp 4 Prozent auf gut 98 Milliarden Euro zulegten. Besonders gewachsen sind dabei Versicherungen im Schaden- und Unfallgeschäft. Bei Lebensversicherungen, die traditionell eine Stärke von Generali sind, verzeichnete das Unternehmen Nettozuflüsse von 13,5 Milliarden Euro, 42 Prozent mehr als im Vorjahr. Das gesamte verwaltete Vermögen erhöhte sich um gut 4 Prozent auf 900 Milliarden Euro. Vor diesem Hintergrund erhöht Generali die Dividende je Aktie um knapp 15 Prozent auf 1,64 Euro und will ein Aktienrückkaufprogramm von 500 Millionen Euro auflegen. In Deutschland lagen die Nettozuflüsse bei Lebensversicherungen im vergangenen Jahr mit 519 Millionen Euro leicht über dem Vorjahresniveau. Der Wert des Neugeschäfts dagegen nahm auf 397 Millionen Euro etwas ab. Dafür erhöhte Generali in Deutschland bei den Schaden- und Unfallversicherungen den Betriebsgewinn um 15 Prozent auf 558 Millionen Euro.