FAZ 10.03.2026
18:27 Uhr

Business-Ticker: Lufthansa-Piloten streiken am Donnerstag und Freitag


Galeria droht mit Filialschließungen +++ Google-Chef Pichai könnte bis zu 692 Millionen Dollar verdienen  +++ GEMA verklagt KI-Start-Up Suno +++  Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Business-Ticker: Lufthansa-Piloten streiken am Donnerstag und Freitag

Galeria droht mit FilialschließungenDer letzte deutsche Warenhauskonzern will mit Vermietern von acht seiner 83 Warenhäuser über die Höhe der Miete verhandeln. Das Unternehmen teilte am Dienstag mit, dass Schließungen möglich seien, sollte in den Gesprächen keine \"für beide Seiten tragfähige Lösung\" erreicht werden. Galeria kämpfe für den Erhalt der Filialen, sagte Vertriebschef Philipp Kretzer. \"Voraussetzung dafür ist jedoch ein wirtschaftlich tragfähiges Modell, das langfristig ein positives operatives Ergebnis ermöglicht.\" Es geht um zwei Warenhäuser in Köln (Hohe Straße und Breite Straße), die Filialen am Ku`damm und Hermannplatz in Berlin, sowie um Häuser am Münchner Rotkreuzplatz, in Mannheim, Braunschweig und Aschaffenburg.

Rheinmetall will jährlich Hunderte Drohnenboote bauen Der Rüstungskonzern Rheinmetall will nach eigenen Angaben die Produktion von unbemannten Booten, die auch Drohnenboote genannt werden, in Hamburg ausweiten. Das kündigte Rheinmetall-Manager Tim Wagner an, der die Division Naval Systems im Konzern leitet.„Wir fangen an mit einer relativ kleinen Anzahl von 15 Booten, um das ganze Thema in Fahrt zu bringen“, sagte Wagner. „Wollen aber dann schon auf 200 Boote pro Jahr hochskalieren.“ Im Dreischichtbetrieb könnten künftig 1.000 Boote im Jahr auf der Hamburger Werft Blohm+Voss produziert werden.

Bahn-Vorstand soll Abberufung von Finanzvorständin Dohm fordernDer Vorstand der Deutschen Bahn (DB) fordert einem Medienbericht zufolge in einem Schreiben an Aufsichtsratschef Werner Gatzer die Abberufung von Finanzvorständin Karin Dohm, schreibt die Nachrichtenagentur AFP. „Das Vertrauensverhältnis eines jeden Einzelnen zu Frau Dohm ist nachhaltig, tiefgreifend und unwiederbringlich gestört“, heißt es in dem Brief nach Informationen der Süddeutschen Zeitung (SZ) laut Meldung von Montag.Die Zeitung hatte bereits zuvor berichtet, dass Dohm nach nur wenigen Monaten wieder abberufen werden solle. Demnach hatte Dohm zuletzt vor allem den mächtigen Konzernbetriebsrat gegen sich aufgebracht: Sie unterschrieb laut „SZ“ im Dezember eine sogenannte Gesellschafterweisung, die die Aufspaltung der Bahn-Tochter DB Services zur Folge hat – allerdings ohne zuvor mit den zuständigen Interessenvertretern zu sprechen.„Die Zerrüttung ist derart, dass eine gedeihliche, konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Gremium nicht mehr möglich ist, solange Frau Dohm diesem angehört“, zitiert die Zeitung weiter. Dem Bericht zufolge ist das Schreiben laut SZ sowohl von Bahn-Chefin Evelyn Palla als auch von ihren vier Vorstandskollegen Michael Peterson, Martin Seiler, Bernhard Osburg und Harmen van Zijderveld unterzeichnet.Der „SZ“ zufolge schreibt der Vorstand weiter, dass die Handlungsfähigkeit des Vorstands in erheblicher Weise beeinträchtigt sei. Es sei zu befürchten, dass ein Fortbestand der „schwerwiegenden Differenzen“ zwischen Dohm, dem restlichen Vorstand und der Belegschaft „das Unternehmen ernsthaft schädigen“ könnte.Der Aufsichtsrat wird laut der Zeitung am 20. März das nächste Mal zusammenkommen, an diesem Termin stehe auch der Umgang mit der Personalie Dohm auf der Agenda. Die übrigen fünf Mitglieder des Bahn-Vorstands artikulieren dem Bericht zufolge in ihrem Brief an Gatzer eine Bitte: Sollte es bis dahin keine finale Lösung für ein einvernehmliches Ausscheiden geben, möge der Aufsichtsrat „zum Wohle des Unternehmens“ den „sofortigen Widerruf der Bestellung von Frau Dohm“ beschließen.

GEMA verklagt KI-Start-Up Suno „Wir bauen die Unterhaltungsplattform der Zukunft“, hat Mikey Shulman, Gründer und Vorstandschef von Suno, vollmundig vor wenigen Tagen auf Linkedin verkündet. Der amerikanische KI-Anbieter Suno erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit, bietet er seinen Nutzern doch die Möglichkeit, komplette Lieder per „Prompts“ zu generieren. Die Menschen würden sich nach mehr sehnen, schreibt Shulman in seinem Post: „Suno lässt alle aktiv an der Entstehung der Musikkultur teilnehmen und erweckt die Musik, die in Millionen von Menschen steckt, zum Leben.“  Sein Selbstverständnis führt zu juristischen Streitigkeiten mit Musiklabels und Künstlern, in die Suno in den USA sowie seit Montag vor dem Landgericht München I verwickelt ist. Dort hat die Verwertungsgesellschaft GEMA schon 2025 eine Unterlassungsklage gegen das Unternehmen eingereicht. Damals hatte die GEMA Hörbeispiele der  „KI-Plagiate“ und Versionen von „Atemlos durch die Nacht“ von Helene Fischer, „Forever Young“ von Alphaville oder Liedern der Gruppe Boney M. auf ihrer Website veröffentlicht. Nach Auffassung der GEMA, die in dem Rechtsstreit die Interessen der Urheber vertritt, stimmen die mit Suno generierten Songs „in Melodie, Harmonie und Rhythmus“ weitgehend mit weltbekannten Werken überein. Unstreitig ist, dass Suno das Modell mit den sechs Musikwerken trainiert habe, teilte das Gericht  mit. Gestritten wurde am Montag über die Ausgabe der Musikstücke. Weil sich das KI-Tool die Musikstücke „merke“, stelle dies eine unzulässige Vervielfältigung dar, argumentierten die Anwälte der GEMA. Jede Ausgabe sei eine Rechtsverletzung, die in Deutschland und in den USA als Urheberrechtsverletzung geltend gemacht werde.  Die Lieder seien nicht urheberrechtlich geschützt, sagten die Anwälte der Beklagten, die sich außerdem auf die „Fair Use“-Doktrin beriefen. Die Rechtsfigur gestattet KI-Betreibern die Nutzung von geschütztem Material, sofern sie der öffentlichen Bildung und der Anregung geistiger Produktionen dient. Soweit deutsches Recht anwendbar sei, hieß es von Suno, wären  die Eingriffe durch Ausnahmen im deutschen Urheberrechtsgesetz gerechtfertigt – konkret nannte die Beklagte die Schranke des Text- und Data-Minings. Sie gestattet  eine automatisierte Analyse von frei zugänglichen Werken, um so Informationen zu Mustern und Korrelationen zu gewinnen. „Wie alle anderen müssen auch Anbieter von generativer KI das Urheberrecht respektieren und die Urheberinnen und Urheber für ihre schöpferische Tätigkeit entlohnen“, sagte Kai Welp, Chefjustiziar der GEMA nach der Verhandlung. Dies müsse auch dann gelten, wenn die Systeme außerhalb der EU trainiert und am europäischen Markt angeboten würden. „Wir müssen verhindern, dass die europäischen Urheber leer ausgehen und die europäischen KI-Unternehmen einen Wettbewerbsnachteil erleiden.“ Ihr Urteil will die Zivilkammer 42, die im November 2025 im Streit mit dem ChatGPT-Betreiber Open AI schon zugunsten der GEMA  entschied, in drei Monaten verkünden (Az. 42 O 763/25). 

\"Rheinische Post\" übernimmt WMHDie Zeitungslandschaft in Nordrhein-Westfalen ändert sich. Die Rheinische Post Mediengruppe hat eine Vereinbarung mit der Westfälischen Medien Holding (WMH) zum Kauf aller Aktien getroffen, wie beide Unternehmen am Montag mitteilten. Das Bundeskartellamt muss der Übernahme zustimmen, eine Summe ist nicht öffentlich. Die „Rheinische Post“ soll durch die Übernahme der WMH die auflagenstärkste Tageszeitungsverlagsgruppe in Nordrhein-Westfalen werden. Der Kauf der WMH-Zeitungen ist die zweite Übernahme von Tageszeitungen in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr. Der andere Fall betrifft die „Kölnische Rundschau“. Das Blatt wird unter dem derzeitigen Inhaber, dem Heinen-Verlag, letztmals Ende März erscheinen. Danach übernimmt der DuMont-Verlag die Herausgeberschaft und redaktionelle Verantwortung – also der Verlag des innerstädtischen Konkurrenten, des „Kölner Stadt-Anzeigers“. Auf einer kurzfristig einberufenen Betriebsversammlung erfuhren die rund 30 Redakteure Ende Februar von ihren Kündigungen. Die Gewerkschaft Deutscher Journalisten-Verband (DJV) kritisiert, dass die „Kölnische Rundschau“ keine eigenständige Lokalredaktion mehr haben wird. Sie „wird zur Mogelpackung nach dem Modell Zombie-Zeitung“, sagte DJV-Landesvorsitzende Andrea Hansen. Der Medienminister von Nordrhein-Westfalen, Nathanael Liminski (CDU), sagte der F.A.Z: „Wir dürfen dem Zeitungssterben in Deutschland mit all seinen Folgen für die Demokratie vor Ort nicht tatenlos zusehen.“ Er erwarte, dass die Verlage fair mit den Beschäftigten umgingen: „Ich werde deshalb nicht müde, beim Bund weiter für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Print- und Digitalabos von derzeit sieben auf 0 Prozent zu kämpfen.“

Google-Chef Pichai könnte bis zu 692 Millionen Dollar verdienen Wenn es richtig gut läuft für den Google-Chef Sundar Pichai, könnte er in den kommenden drei Jahren insgesamt bis zu 692 Millionen Dollar verdienen. Der Verwaltungsrat der  Google-Muttergesellschaft Alphabet hat in der vergangenen Woche ein neues leistungsabhängiges Vergütungspaket für Sundar  Pichai genehmigt, das sich auf den oben genannten Betrag aufsummieren kann, wenn alle darin festgelegten Ziele erreicht werden. Dies  berichtet die „Financial Times“. Zum großen Teil besteht das Vergütungspaket aus Aktienoptionen, von denen er nur dann profitiert, wenn sich die Aktien von Alphabet deutlich überdurchschnittlich im Vergleich zu den anderen großen amerikanischen Unternehmen entwickeln, die im Index  S&P 100 gelistet sind. Dies geht aus einer Meldung des Unternehmens an die amerikanische Börsenaufsicht SEC hervor. Demnach beträgt sein garantiertes  Festgehalt nur zwei Millionen Dollar im Jahr, der Rest ist an bestimmte Bedingungen gebunden. Wenn sich die Alphabet-Aktie richtig gut entwickelt, könnte er dafür in zwei Tranchen mit bis zu 252 Millionen Dollar entlohnt werden. Hinzu kommen in den kommenden drei Jahren insgesamt 84 Millionen Dollar in Form gebundener Aktien, die er stückweise Monat für Monat bekommt, solange er im Unternehmen bleibt. Neu hinzugekommen sind Aktienprämien im Wert von bis zu 350 Millionen Dollar, die an das Wachstum der Tochtergesellschaft für selbstfahrende Taxis Waymo und des Lieferdrohnen-Start-ups Wing Aviation gekoppelt sind.„Der Ausschuss würdigt die hervorragende Leistung von Herrn Pichai als CEO“, heißt es in der Meldung von Alphabet an die Börsenaufsicht zur Begründung des neuen Gehaltspakets. Waymo und Wing hätten unter der Aufsicht von Sundar  Pichai schon große Fortschritte erzielt und zeigten noch „ein starkes Potential“. Schon bisher  habe die  stark leistungsabhängige Bezahlung von Sundar Pichai dem Unternehmen und seinen Aktionären „erhebliche Vorteile gebracht“, es sei daher „im besten Interesse von Alphabet und seinen Aktionären, Herrn Pichai weitere Anreize zu bieten“.Der heute 53 Jahre alte Inder Sundar Pichai arbeitet seit  2004 für Google, stieg schnell in der Hierarchie auf und wurde im Jahr 2015 Chef von Google, vier Jahre später übernahm der ehemalige McKinsey-Berater zusätzlich die Leitung der Muttergesellschaft Alphabet. Der Aktienkurs hat sich seit August 2015 fast versiebenfacht, im Januar überstieg die Marktkapitalisierung von Alphabet kurzzeitig sogar die Vier-Billionen-Dollar-Marke. Das Forbes-Magazin schätzt Pichais Vermögen auf mittlerweile 1,5 Milliarden Dollar. 

Millionenbetrug bei Postbank und NordLB Nach dem Hafturteil im Prozess um einen Millionenbetrug zulasten der Postbank und der NordLB muss der Prozess teilweise neu verhandelt werden, schreibt die Nachrichtenagentur dpa. Ursprünglich hatte das Landgericht Hildesheim einen heute 33-Jährigen zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Weil er zusammen mit einem Komplizen rund 26 Millionen Euro erbeutete, wurde er wegen Beihilfe zum Computerbetrug sowie versuchten Betrugs verurteilt. Das Strafmaß und der Vorwurf des versuchten Betrugs müssen nun nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes neu verhandelt werden. Der BGH war laut einer Mitteilung des Landgerichts zu einer anderen rechtlichen Einordnung gekommen. Laut Urteil aus dem Jahr 2024 soll das Duo im Großraum Hannover ein Geflecht von Scheinfirmen errichtet haben. Damit sollen sie sich gegenseitig Lastschriftaufträge erteilt haben, die sie nach der Überweisung des Geldes jedoch stets zurückforderten. Das schon überwiesene Geld sendeten sie jedoch zwischenzeitlich weiter an andere Konten. So mussten jeweils die Banken für die Rückbuchungen aufkommen. Bei einer Braunschweiger Bank soll der 33-Jährige zudem versucht haben, einen gefälschten Scheck einer US-Bank über fünf Millionen US-Dollar einzureichen. Der Betrug fiel aber auf. Diese Tat muss neu verhandelt werden. Gegen seinen 11 Jahre älteren Komplizen wird noch in Hildesheim verhandelt. 

Früherer Arbeitgeber-Chef zu hoher Geldstrafe verurteiltDer frühere Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Stefan Wolf, hat einen Strafbefehl wegen nicht abgeführter Sozialabgaben für eine Haushaltshilfe akzeptiert, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Der 64-Jährige nahm seinen Einspruch laut einer Mitteilung des Amtsgerichts Bad Urach zurück. Damit ist der Strafbefehl rechtskräftig.Das Gericht verhängte eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je 350 Euro. Insgesamt muss Wolf damit 28.000 Euro zahlen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte er über mehrere Jahre eine Haushaltshilfe beschäftigt, ohne sie anzumelden und Sozialversicherungsbeiträge abzuführen. Wolf wurden 28 Taten des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt zur Last gelegt.Zunächst hatte Wolf gegen den Strafbefehl Einspruch eingelegt, wodurch eine Hauptverhandlung angesetzt werden sollte. Nach der Rücknahme des Einspruchs ist das Verfahren nun ohne Verhandlung abgeschlossen, wie eine Gerichtssprecherin erklärte. Die Ermittlungen liefen den Angaben zufolge seit 2022. Wolf war von 2006 bis 2023 Vorstandschef des Autozulieferers ElringKlinger. Von 2012 bis November 2020 führte er Südwestmetall, Ende 2020 rückte er an die Spitze von Gesamtmetall. Mitte Oktober 2025 legte er sein Amt nieder. 

11 Prozent weniger Aufträge für die deutsche IndustrieDie deutschen Unternehmen haben ihre Produktion zu Jahresbeginn überraschend ​gedrosselt. Industrie, Bau und Energieversorger stellten im Januar zusammen 0,5 Prozent weniger her ⁠als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Zuvor vom Finanzdienst Reuters befragte Ökonomen hatten dagegen mit einem Wachstum von 1 Prozent gerechnet. Im ‌Dezember hatte es einen Rückgang von revidiert 1 (bisher: minus 1,9) Prozent gegeben. Die Aufträge für die Industrie verminderten sich im Januar um 11,1 ​Prozent zum Vormonat.Das Bundeswirtschaftsministerium befürchtet infolge des Iran-Kriegs weitere Rückschläge. Wegen der auf den Weltmärkten gestiegenen Gas- und Ölpreise ‌sei \"das Risiko für einen Rückschlag ‌bei der erwarteten Erholung der Industriekonjunktur deutlich gestiegen\". Der Ölpreis ist zu Wochenbeginn über die Marke von 100 Dollar je Barrel gestiegen.Die Industrie allein stellte im Januar ​2,5 Prozent weniger her als im Vormonat. ⁠Sie hatte in den letzten Monaten des vergangenen Jahres deutlich mehr Neuaufträge an Land gezogen, begünstigt zuletzt ​auch durch große staatliche Bestellungen für die Aufrüstung. Die Hersteller von Metallerzeugnissen fuhren ihre Produktion mit ⁠minus 12,4 Prozent ‌besonders stark herunter. Deutliche Rückgänge gab es auch in der Pharmaindustrie (minus 11,9 Prozent) und bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (minus 6,8 Prozent).Dagegen nahm die Energieerzeugung mit ⁠10,3 Prozent deutlich zu. \"Der ⁠deutliche Anstieg in diesem Bereich könnte auf die außergewöhnlich niedrigen Temperaturen im Januar 2026 zurückzuführen ⁠sein\", ​erklärten die ⁠Statistiker. Die vielen Eis- und Frosttage ​wirkten sich auch auf den Tiefbau aus, etwa ‌den Bau von Straßen, Bahnverkehrsstrecken, Brücken und Tunneln: So verringerte sich die Produktion im Tiefbau ​um 7,5 Prozent zum Vormonat. Dennoch ​wuchs die Bauproduktion insgesamt um 2,9 Prozent.

UBS-Chef Ermotti verdient 15 Millionen Franken Sergio Ermotti zählt weiterhin zur Riege der bestbezahlten Manager der Schweiz. Der Vorstandsvorsitzende der Zürcher Großbank UBS ist für seine Arbeit im Geschäftsjahr 2025 mit 14,9 Millionen Franken entlohnt worden. Damit lag sein Salär genauso hoch wie im Jahr zuvor. In dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht preist der Verwaltungsrat Ermottis „herausragende Leistung und vorbildliche Unternehmensführung“. Gelobt werden insbesondere „die großen Fortschritte bei einer der komplexesten Integrationen in der Geschichte des Bankwesens“. Gemeint ist damit die Einbindung der im Jahr 2023 übernommenen Credit Suisse. Die Integration des Lokalrivalen, der mit dem Abbau tausender Mitarbeiter einhergeht, soll bis zum Ende dieses Jahres vollständig abgeschlossen werden. Der gesamte Konzernvorstand strich im vergangenen Jahr 145,3 Millionen Franken ein nach 143,6 Millionen Franken im Jahr zuvor. UBS hat 2025 einen Gewinn von 7,8 Millionen Dollar erzielt – gut 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 

KI beschleunigt Angriffe im InternetDer Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) erhöht die Bedrohungslage für die Industrie: Attacken werden automatisiert und beschleunigt. Darauf machten die globalen Verantwortlichen für Sicherheit von Siemens und Red Bull, Natalia Oropeza und Jimmy Heschl, bei einer Veranstaltung in Wien aufmerksam. Um sich abzusichern, setzen die Konzerne in der Abwehr ebenfalls auf KI sowie auf globale und lokale Unternehmensnetzwerke.Angreifer würden durch KI vor allem drei Fähigkeiten gewinnen: Sie könnten mehr Schadsoftware in kürzerer Zeit entwickeln, Schwachstellen in Systemen schneller finden und sogenannte Deepfakes für betrügerische Zwecke erstellen, erklärte Oropeza, Global Chief Cybersecurity Officer der Siemens AG. Gleichzeitig stärke KI jedoch auch die Abwehr, wie es bei Siemens heißt: „Die Daten sind der Treibstoff für KI, und wir als Unternehmen haben diese gebündelt.“Wie alltäglich die Bedrohung ist, veranschaulichte Heschl, Global Head of Digital Security bei Red Bull: Ein ungeschützt ans Netz angeschlossener Test-Server wurde binnen 24 Stunden 96 Mal attackiert. Bei der Abwehr setzen Unternehmen auch auf neurodivergente Fachkräfte zur Mustererkennung. „Autistische Menschen bringen oft besondere Fähigkeiten mit, die in solchen Bereichen von großem Wert sein können“, sagte Oropeza. 

Grüne: Keine neuen Gasheizungen in landeseigenen WohnungenLandeseigene Wohnungsunternehmen in Berlin sollten nach Überzeugung der Grünen keine neuen Gas- oder Ölheizungen mehr einbauen. Einen entsprechenden Antrag dazu will die Fraktion in das Landesparlament einbringen, kündigte sie an. Dabei gehe es nicht zuletzt darum, Mieter vor dauerhaft steigenden Öl- und Gaspreisen zu schützen, heißt es im Antragstext. „Neue Gasheizungen sind eine tickende Zeitbombe für die Nebenkosten. Der Senat muss deshalb bei den Irrwegen der schwarz-roten Bundesregierung gegensteuern“, sagte Grünen-Fraktionschef Werner Graf der Deutschen Presse-Agentur. „Wer weiter auf Öl und Gas setzt, treibt Mieterinnen und Mieter sehenden Auges in die nächste Preisexplosion.“Die Grünen fordern den Senat deshalb auf, in der Rolle als Gesellschafter gegenüber den landeseigenen Wohnungsunternehmen darauf hinzuwirken, keine neuen Gas- oder Ölheizungen einzubauen und bei Neubau oder Heizungserneuerungen ausschließlich auf nachhaltige Heizsysteme zu setzen. Hintergrund ist die Neufassung des Gebäudeenergiegesetzes, die die schwarz-rote Koalition im Bund vereinbart hat. Immobilienbesitzern soll damit ermöglicht werden, weiterhin Öl- und Gasheizungen einzubauen. Die Grünen argumentieren, absehbare Preissteigerungen müssten bei den fossilen Brennstoffen am Ende Mieter tragen.

Unfall bei Aurubis fordert ein Todesopfer Auf dem Werksgelände des Kupferproduzenten Aurubis in Hamburg ist ein Mitarbeiter nach Angaben des Unternehmens tödlich verunglückt. Am späten Freitagabend sei beim Entleeren eines Kübels mit „schmelzflüssigem Material“ der dafür genutzte Gabelstapler in Brand geraten, erklärte Aurubis am Samstag laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa. Der Fahrer des Staplers sei dadurch tödlich verletzt worden, ein weiterer Mitarbeiter erlitt leichte Verletzungen.Der Brand konnte den Angaben zufolge rasch unter Kontrolle gebracht werden. „Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Nachbarn oder Umwelt“, versicherte das Unternehmen. Die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen. „In enger Kooperation mit den zuständigen Behörden werden wir den Unfall vollständig und detailliert aufarbeiten“, erklärte Aurubis-Chef Toralf Haag. Haag sprach den Hinterbliebenen des Opfers sein Beileid aus: „Unser tiefempfundenes Mitgefühl gilt in diesen Stunden den Angehörigen und den weiteren Betroffenen.“

Hohe Spritpreise: Bahn meldet gestiegene Ticketnachfrage Die Deutsche Bahn verzeichnet nach eigenen Angaben mehr Buchungen und führt dies auf die gestiegenen Spritpreise zurück. \"Wir sehen in diesen Tagen eine erhöhte Nachfrage nach Bahntickets, die sicherlich auch die steigenden Benzinkosten widerspiegelt\", erklärte das Unternehmen am Freitag.\"Während die Benzin- und Dieselpreise aktuell durch die Decke gehen, bleiben Bahnpreise stabil günstig\", erklärte die Bahn. Letzteres stimmt allerdings nur bedingt, denn bei hoher Nachfrage nach Tickets sind die Kontingente an Sparpreistickets der Bahn schneller erschöpft.