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09.03.2026
12:41 Uhr
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11 Prozent weniger Aufträge für die deutsche Industrie +++ UBS-Chef Ermotti verdient 15 Millionen Franken +++ Grüne fordern Verbot neuer Gasheizungen in Berlins landeseigenen Wohnungen +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

11 Prozent weniger Aufträge für die deutsche IndustrieDie deutschen Unternehmen haben ihre Produktion zu Jahresbeginn überraschend gedrosselt. Industrie, Bau und Energieversorger stellten im Januar zusammen 0,5 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Zuvor vom Finanzdienst Reuters befragte Ökonomen hatten dagegen mit einem Wachstum von 1 Prozent gerechnet. Im Dezember hatte es einen Rückgang von revidiert 1 (bisher: minus 1,9) Prozent gegeben. Die Aufträge für die Industrie verminderten sich im Januar um 11,1 Prozent zum Vormonat.Das Bundeswirtschaftsministerium befürchtet infolge des Iran-Kriegs weitere Rückschläge. Wegen der auf den Weltmärkten gestiegenen Gas- und Ölpreise sei \"das Risiko für einen Rückschlag bei der erwarteten Erholung der Industriekonjunktur deutlich gestiegen\". Der Ölpreis ist zu Wochenbeginn über die Marke von 100 Dollar je Barrel gestiegen.Die Industrie allein stellte im Januar 2,5 Prozent weniger her als im Vormonat. Sie hatte in den letzten Monaten des vergangenen Jahres deutlich mehr Neuaufträge an Land gezogen, begünstigt zuletzt auch durch große staatliche Bestellungen für die Aufrüstung. Die Hersteller von Metallerzeugnissen fuhren ihre Produktion mit minus 12,4 Prozent besonders stark herunter. Deutliche Rückgänge gab es auch in der Pharmaindustrie (minus 11,9 Prozent) und bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (minus 6,8 Prozent).Dagegen nahm die Energieerzeugung mit 10,3 Prozent deutlich zu. \"Der deutliche Anstieg in diesem Bereich könnte auf die außergewöhnlich niedrigen Temperaturen im Januar 2026 zurückzuführen sein\", erklärten die Statistiker. Die vielen Eis- und Frosttage wirkten sich auch auf den Tiefbau aus, etwa den Bau von Straßen, Bahnverkehrsstrecken, Brücken und Tunneln: So verringerte sich die Produktion im Tiefbau um 7,5 Prozent zum Vormonat. Dennoch wuchs die Bauproduktion insgesamt um 2,9 Prozent.
UBS-Chef Ermotti verdient 15 Millionen Franken Sergio Ermotti zählt weiterhin zur Riege der bestbezahlten Manager der Schweiz. Der Vorstandsvorsitzende der Zürcher Großbank UBS ist für seine Arbeit im Geschäftsjahr 2025 mit 14,9 Millionen Franken entlohnt worden. Damit lag sein Salär genauso hoch wie im Jahr zuvor. In dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht preist der Verwaltungsrat Ermottis „herausragende Leistung und vorbildliche Unternehmensführung“. Gelobt werden insbesondere „die großen Fortschritte bei einer der komplexesten Integrationen in der Geschichte des Bankwesens“. Gemeint ist damit die Einbindung der im Jahr 2023 übernommenen Credit Suisse. Die Integration des Lokalrivalen, der mit dem Abbau tausender Mitarbeiter einhergeht, soll bis zum Ende dieses Jahres vollständig abgeschlossen werden. Der gesamte Konzernvorstand strich im vergangenen Jahr 145,3 Millionen Franken ein nach 143,6 Millionen Franken im Jahr zuvor. UBS hat 2025 einen Gewinn von 7,8 Millionen Dollar erzielt – gut 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
KI beschleunigt Angriffe im InternetDer Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) erhöht die Bedrohungslage für die Industrie: Attacken werden automatisiert und beschleunigt. Darauf machten die globalen Verantwortlichen für Sicherheit von Siemens und Red Bull, Natalia Oropeza und Jimmy Heschl, bei einer Veranstaltung in Wien aufmerksam. Um sich abzusichern, setzen die Konzerne in der Abwehr ebenfalls auf KI sowie auf globale und lokale Unternehmensnetzwerke.Angreifer würden durch KI vor allem drei Fähigkeiten gewinnen: Sie könnten mehr Schadsoftware in kürzerer Zeit entwickeln, Schwachstellen in Systemen schneller finden und sogenannte Deepfakes für betrügerische Zwecke erstellen, erklärte Oropeza, Global Chief Cybersecurity Officer der Siemens AG. Gleichzeitig stärke KI jedoch auch die Abwehr, wie es bei Siemens heißt: „Die Daten sind der Treibstoff für KI, und wir als Unternehmen haben diese gebündelt.“Wie alltäglich die Bedrohung ist, veranschaulichte Heschl, Global Head of Digital Security bei Red Bull: Ein ungeschützt ans Netz angeschlossener Test-Server wurde binnen 24 Stunden 96 Mal attackiert. Bei der Abwehr setzen Unternehmen auch auf neurodivergente Fachkräfte zur Mustererkennung. „Autistische Menschen bringen oft besondere Fähigkeiten mit, die in solchen Bereichen von großem Wert sein können“, sagte Oropeza.
Grüne: Keine neuen Gasheizungen in landeseigenen WohnungenLandeseigene Wohnungsunternehmen in Berlin sollten nach Überzeugung der Grünen keine neuen Gas- oder Ölheizungen mehr einbauen. Einen entsprechenden Antrag dazu will die Fraktion in das Landesparlament einbringen, kündigte sie an. Dabei gehe es nicht zuletzt darum, Mieter vor dauerhaft steigenden Öl- und Gaspreisen zu schützen, heißt es im Antragstext. „Neue Gasheizungen sind eine tickende Zeitbombe für die Nebenkosten. Der Senat muss deshalb bei den Irrwegen der schwarz-roten Bundesregierung gegensteuern“, sagte Grünen-Fraktionschef Werner Graf der Deutschen Presse-Agentur. „Wer weiter auf Öl und Gas setzt, treibt Mieterinnen und Mieter sehenden Auges in die nächste Preisexplosion.“Die Grünen fordern den Senat deshalb auf, in der Rolle als Gesellschafter gegenüber den landeseigenen Wohnungsunternehmen darauf hinzuwirken, keine neuen Gas- oder Ölheizungen einzubauen und bei Neubau oder Heizungserneuerungen ausschließlich auf nachhaltige Heizsysteme zu setzen. Hintergrund ist die Neufassung des Gebäudeenergiegesetzes, die die schwarz-rote Koalition im Bund vereinbart hat. Immobilienbesitzern soll damit ermöglicht werden, weiterhin Öl- und Gasheizungen einzubauen. Die Grünen argumentieren, absehbare Preissteigerungen müssten bei den fossilen Brennstoffen am Ende Mieter tragen.
Unfall bei Aurubis fordert ein Todesopfer Auf dem Werksgelände des Kupferproduzenten Aurubis in Hamburg ist ein Mitarbeiter nach Angaben des Unternehmens tödlich verunglückt. Am späten Freitagabend sei beim Entleeren eines Kübels mit „schmelzflüssigem Material“ der dafür genutzte Gabelstapler in Brand geraten, erklärte Aurubis am Samstag laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa. Der Fahrer des Staplers sei dadurch tödlich verletzt worden, ein weiterer Mitarbeiter erlitt leichte Verletzungen.Der Brand konnte den Angaben zufolge rasch unter Kontrolle gebracht werden. „Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Nachbarn oder Umwelt“, versicherte das Unternehmen. Die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen. „In enger Kooperation mit den zuständigen Behörden werden wir den Unfall vollständig und detailliert aufarbeiten“, erklärte Aurubis-Chef Toralf Haag. Haag sprach den Hinterbliebenen des Opfers sein Beileid aus: „Unser tiefempfundenes Mitgefühl gilt in diesen Stunden den Angehörigen und den weiteren Betroffenen.“
Hohe Spritpreise: Bahn meldet gestiegene Ticketnachfrage Die Deutsche Bahn verzeichnet nach eigenen Angaben mehr Buchungen und führt dies auf die gestiegenen Spritpreise zurück. \"Wir sehen in diesen Tagen eine erhöhte Nachfrage nach Bahntickets, die sicherlich auch die steigenden Benzinkosten widerspiegelt\", erklärte das Unternehmen am Freitag.\"Während die Benzin- und Dieselpreise aktuell durch die Decke gehen, bleiben Bahnpreise stabil günstig\", erklärte die Bahn. Letzteres stimmt allerdings nur bedingt, denn bei hoher Nachfrage nach Tickets sind die Kontingente an Sparpreistickets der Bahn schneller erschöpft.
Organisation: 20.000 Seeleute sitzen im Persischen Golf festWegen des Iran-Kriegs sitzen im Persischen Golf nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) rund 20.000 Seeleute an Bord von Schiffen fest. Generalsekretär Arsenio Dominguez bezeichnete das als inakzeptabel und wies auf ihr erhöhtes Risiko und die „erhebliche psychische Belastung“ hin. Alle an dem Konflikt beteiligten Parteien seien verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um den Schutz der Seeleute sowie die Freiheit der Schifffahrt im Einklang mit dem Völkerrecht zu gewährleisten.Der Persische Golf wird nur durch die für den internationalen Handel wichtige Straße von Hormus mit den Weltmeeren verbunden. Iran weist zwar Berichte über eine vollständige Sperrung der Meerenge, die zwischen seinem Land und dem Oman liegt, zurück. Nach Einschätzung von US-Kriegsbeobachtern ist der Schiffsverkehr dort aber um etwa 90 Prozent zurückgegangen. Am Golf von Persien liegen bedeutende Ölförderländer, zu den Anrainern zählen neben dem Iran Saudi-Arabien, Irak, Kuwait, Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Strafprozess um WurstskandalIm Fall des nordhessischen Wurstherstellers Wilke gibt es nun einen konkreten Termin für den Beginn des Prozesses um mehrere Todesfälle. Das schreibt die Nachrichtenagentur dpa. Das Verfahren vor dem Landgericht Kassel soll am 6. Juli starten. Damit beginnt die juristische Aufarbeitung von elf Todesfällen fast sechseinhalb Jahre nach der Schließung des nordhessischen Wurstherstellers und dem Skandal um mit Keimen verunreinigten Produkten.Beschuldigte in dem Fall sind der ehemalige Geschäftsführer, seine Stellvertreterin und der damalige Produktionsleiter. Ihnen wird dem Landgericht zufolge fahrlässige Tötung in elf Fällen sowie fahrlässige Körperverletzung in sieben Fällen vorgeworfen. Zudem lautet die Anklage auf Beibringung gesundheitsgefährdender Stoffe in vier Fällen, Betrug in 17 Fällen sowie gesundheitsgefährdendes Inverkehrbringen von Lebensmitteln in 18 Fällen.Die Firma in Twistetal war im Oktober 2019 geschlossen worden, nachdem in ihrer Wurst Listerien-Keime nachgewiesen worden waren. Die Keime können bei geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich sein. Gesundheitsbehörden meldeten danach 37 Krankheitsfälle, die mit Wilke-Produkten in Verbindung gebracht wurden.
Trotz Versace wächst Prada weiter Der italienische Luxus-Anbieter Prada setzt seinen Wachstumskurs fort. In den vergangenen fünf Jahren ist der Umsatz in jedem Quartal gestiegen, berichtete das Unternehmen bei der Vorstellung seiner Jahreszahlen für 2025. Im vergangenen Jahr legten die Erlöse um neun Prozent auf 5,7 Milliarden Euro zu. Abermals erfolgreich war die Tochtergesellschaft Miu Miu, die vor allem die Prada-Eignerin Miuccia Prada kreativ verantwortet. Nachdem dort 2024 der Umsatz um 84 Prozent geradezu explodiert war, gelang der Marke im vergangenen Jahr ein weiteres Umsatzplus von 35 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Allerdings scheint sich der Boom bei Miu Miu nun etwas abzuschwächen.Der Prada-Nettogewinn legte mit rund 1,5 Prozent im vergangenen Jahr indes deutlich weniger zu als der Umsatz. Das Modehaus hat den Konkurrenten Versace übernommen, der das Unternehmen eine Weile belasten wird. Versace kommt bei den Kunden derzeit nicht gut an. Das Modehaus leidet unter der allgemeinen Luxusmüdigkeit, zudem wurden Fehler in der kreativen Linie und der preislichen Strategie gemacht. Prada will bei Versace nun weniger hochwertige Modelinien einstellen, etwa die Jeans-Kollektion. Auch sollen Verkaufskanäle wie Outlet Stores mit günstigen Preisen schließen. Als neuen Kreativdirektor hat Prada Pieter Mulier vom Modehaus Alaia des Richemont-Konzerns verpflichtet. Er soll im Juli antreten und seine erste Kollektion Anfang 2027 präsentieren. Als Versace-Vorstandsvorsitzender wurde Emmanuel Gintzburger geholt, der früher im Kering-Konzern bei Alexander McQueen und Saint Laurent arbeitete. Der offiziell unbezifferte Verlust von Versace von 2025 werde in ähnlicher Höhe auch im laufenden Jahr eintreten, gibt Prada bekannt. Erst 2027 werde die Tochtergesellschaft ihr Ergebnis verbessern. Den Versace-Verlust vor Steuern und Zinsen des vergangenen Jahres schätzen Analysten auf rund 90 Millionen Euro. Der Umsatz betrug 680 Millionen Euro nach umgerechnet 860 Millionen Euro im Jahr 2024.
Dicke Luft bei Philip Morris: Veronika Rost geht nach nur zwei JahrenOb es der bekennenden Nichtraucherin Veronika Rost gestunken hat, dass in Meetings von Philip Morris Deutschland noch erhitzter Tabak konsumiert werden darf, ist nicht bekannt. Fest steht aber, bei der deutschen Tochtergesellschaft des globalen Tabakkonzerns herrscht dicke Luft. Nach nur zwei Jahren an der Spitze verlässt Rost Philip Morris Ende März. Ihre recht forsche Art habe nicht in die um interne Harmonie bemühte Unternehmenskultur gepasst, hört man im Unternehmen. Und auch das Geschäft entwickelte sich in Europas größter Volkswirtschaft nicht so schnell, wie in der Europazentrale im schweizerischen Lausanne erhofft. Philip Morris hat es sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 zwei Drittel seiner Umsätze mit rauchfreien Produkten, also erhitztem Tabak, E-Zigaretten und den in Deutschland (noch) verbotenen Nikotinbeuteln zu erzielen. Wie hoch die Absätze von rauchfreien Produkten in Deutschland genau sind, ist ein wohlgehütetes Betriebsgeheimnis, dass sie hierzulande aber hinterherhinken, ein offenes Geheimnis. Rost nachfolgen wird Özlem Dikmen, die bisher die österreichische Niederlassung von Philip Morris geleitet hat und seit 16 Jahren für den Tabakkonzern arbeitet. Im Gegensatz zu Rost sind ihr die Produkte ihres Arbeitgebers vertraut. Bereits 2016 entsagte sie ganz im Sinne der Unternehmensziele der Tabakzigarette und tauschte Marlboro Gold gegen Iqos ein, das erhitzte Tabakprodukt des Konzerns. Das verträgt sich zwar nicht so recht mit ihrem Hobby, Marathon zu laufen, aber Veev, die E-Zigarette des Marlboro-Herstellers, findet sich immer in ihrer Handtasche. Was schwerer wiegt: In verschiedenen Führungspositionen hat sie von Beginn an mit an der Transformation des Marlboro-Herstellers gearbeitet. Kenntnisse, die Dikmen auf dem für rauchfreie Produkte schwierigen deutschen Markt sicherlich nützlich sein werden.
Neuer Vorstandsvorsitzender für AMAGBei dem Aluminiumspezialisten Austria Metall AG (AMAG) kommt es zu einem vorzeitigen Wechsel an der Spitze. Victor Breguncci löst Helmut Kaufmann als Vorstandsvorsitzender und Technikvorstand im Mai ab. Das teilte die börsennotierte Gesellschaft am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Konkrete Gründe nannte das Unternehmen nicht. Kaufmann war fast zwei Jahrzehnte im Vorstand aktiv. Im vergangenen Jahr gab es einen Gewinnknick in dem zur Riege der international führenden Hersteller von hochwertigen Aluminiumguss- und Walzprodukten gehörenden Unternehmen.Im vergangenen Jahr hat der energieintensive Konzern mit rund einem Fünftel weniger Gewinn bilanziert. Der stark von der amerikanischen Handelspolitik beeinflusste Wettbewerb hat den Angaben zufolge zu einer geringeren Ertragskraft geführt, strategische Flexibilität und Maßnahmen zur Stabilisierung federten die Auswirkungen etwas ab.
Die deutsche Wirtschaft schlägt Alarm – Erfolgsmodell in GefahrDer Wirtschaftsstandort Deutschland stehe unter Druck wie selten zuvor in der Nachkriegsgeschichte, erklärten die vier Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft: die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Die Erklärung wurde im Vorfeld eines Spitzengesprächs zwischen den Verbandspräsidenten und Bundeskanzler Friedrich Merz veröffentlicht. Dieses findet heute am Rande der Handwerksmesse in München statt. Die Verbände sehen das bewährte Erfolgsmodell in beispielloser Weise herausgefordert. Sie führen eine ganze Reihe von Faktoren an: eine radikal veränderte Weltordnung, einen immer härteren internationalen Wettbewerb, technologische Umbrüche und den spürbaren demografischen Wandel. Gleichzeitig hätten sich die Standortbedingungen in den vergangenen Jahren erheblich verschlechtert und die Belastungen für Betriebe und Beschäftigte dramatisch zugenommen. Nun fürchten die Verbände um die Widerstandskraft der deutschen Wirtschaft. Nach drei Jahren ohne Wachstum steuere man auf einen wirtschaftlichen „Kipppunkt“ zu.Die Antwort der Bundesregierung auf die Krise reiche bei weitem nicht aus, argumentieren die Verbände. Viele Vorhaben stünden bislang nur als Ankündigung auf dem Papier. „Die deutsche Wirtschaft erwartet von der Politik deutlich mehr Mut zur Veränderung“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. 2026 müsse zum Jahr der Reformen werden. Je länger dieser Prozess aufgeschoben werde, desto schmerzlicher würden die Maßnahmen später ausfallen.
Weltgrößter Elektronikhersteller warnt vor Folgen des Irankonflikts Der weltgrößte Elektronikhersteller Foxconn hat vor den Folgen eines länger andauernden Konflikts mit Iran für die Weltwirtschaft gewarnt. Sollte der Konflikt andauern, könnten die Ölpreise auf 100 Dollar pro Barrel steigen und auch die Preise für Rohstoffe in die Höhe treiben, sagte Unternehmenschef Young Liu am Freitag in Neu-Taipeh. Dann würde jeder die Auswirkungen spüren. Die Folgen für sein eigenes Unternehmen seien derzeit jedoch begrenzt. Er erwarte für 2026 ein sehr gutes Jahr für den Konzern, der unter anderem ein wichtiger Hersteller von KI-Servern für Nvidia ist.
Anthropic als Risiko für US-Lieferkette eingestuftDas Pentagon hat das KI-Unternehmen Anthropic offiziell als Risiko für die Lieferkette eingestuft. Die am Donnerstag (Ortszeit) verhängte Maßnahme verbietet Regierungsauftragnehmern mit sofortiger Wirkung den Einsatz von Anthropic-Technologie bei ihrer Arbeit für das US-Militär, wie das Unternehmen bestätigte. Firmenchef Dario Amodei kündigte in einer Erklärung an, gerichtlich gegen die Entscheidung vorgehen zu wollen. Die Maßnahme folgt einer Anweisung von US-Präsident Donald Trump vom vergangenen Freitag, die allen Bundesbehörden die Nutzung von Anthropic-Produkten untersagt.