Am Montag hat die Feuerwehr im baden-württembergischen Schramberg im Schwarzwald (Landkreis Rottweil) einen Waldbrand auf einer Fläche von etwa zwölf Hektar zu löschen versucht. Die Feuerwehr setzte zwei Polizeihubschrauber ein, einer konnte das Glutnest in einer schwer zugänglichen Höhenlage fast löschen. Der andere wurde zur Analyse der Lage eingesetzt. Das regnerische Wetter begünstigte die Brandbekämpfung einerseits, andererseits löste sich der Waldboden dadurch auf und wurde rutschig, sodass die Feuerwehrmänner zu einem Glutnest auf allen vieren kriechen mussten. Sie konnten diesen Brandherd am frühen Nachmittag vollständig löschen. „Der Einsatz des Hubschraubers mit Löschwasserbehälter hat Wirkung gezeigt, die beiden unzugänglichen Hotspots im Steilhang sind nun unter Kontrolle“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Montag. Wegen der hohen Steinschlaggefahr hätten die Löscharbeiten am Boden zeitweise unterbrochen werden müssen. Die Feuerwehrleute seien jetzt mit Nachlöscharbeiten befasst. Der Waldbrand sei aber noch nicht vollständig gelöscht. Schramberg liegt in einem sehr engen und steilen Schwarzwaldtal Am Sonntagnachmittag war gegen 17.30 Uhr in der Kleinstadt im Schwarzwald ein Vegetationsbrand gemeldet worden. Während der Nachtstunden hatte sich die Lage dann nach Auskunft der Feuerwehr „sehr dynamisch“ entwickelt. Schramberg liegt in einem sehr engen und steilen Schwarzwaldtal, die Wohnbebauung und auch das ehemalige Junghans-Uhrenwerk sind direkt an die Steilhänge gebaut. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste waren insgesamt mit 400 Personen im Einsatz. Nach Darstellung des Einsatzleiters der Schramberger Feuerwehr, Patrick Wöhrle, bekämpften die Feuerwehrleute den Brand von drei Seiten aus, vor allem um den Übergriff auf die Wohnhäuser zu verhindern. Die Glutnester waren für die Feuerwehrleute wegen der steilen Hanglagen schwer zu erreichen. Erschwerend kam eine Störung des Hydrantennetzes hinzu. Die Feuerwehr musste deshalb auf Löschwasser aus dem Fluss Schiltach und aus einem Freibad in Tennenbronn zurückgreifen. „Die Wasserversorgung wurde durch aufwändige Schlauchleitungen und Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen und Güllefässern von Landwirten sichergestellt“, heißt es in einer Mitteilung der Feuerwehr Rottweil. Als hilfreich bei der Brandbekämpfung erwiesen sich Landwirte, die in Gülleanhängern Löschwasser transportierten. Als wirksam erwies sich auch der Einsatz eines Spezial-Unimogs. Mit ihm konnten die Brandherde am Boden teilweise erreicht werden. Die Schramberger Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr (parteilos) sagte: „Das Feuer drohte auf Teile der Schramberger Innenstadt überzugreifen. Zum Glück konnte die Ausbreitung des Feuers gestoppt werden.“ Über die Ursache sei nur bekannt, dass es in der Nähe einer Straße entstanden sei. „Ich kann nur sagen, dass ein Aluschnipsel einer Dönerverpackung oder eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe einen solchen Großbrand auslösen können.“ Die Kiefern an den steilen Hängen im Schramberger Tal seien in den vergangenen Wochen sehr, sehr trocken gewesen.
