FAZ 06.08.2026
06:12 Uhr

(+) dürre und hitzewellen: Super-El-Niño bedroht globale Lieferketten


Meteorologen erwarten dieses Jahr einen Super-El-Niño, der Dürren und Überschwemmungen mit sich bringt. Sie könnten die Ernährungssicherheit bedrohen und Lieferketten stören.

(+) dürre und hitzewellen: Super-El-Niño bedroht globale Lieferketten

Eigentlich sollte das Christkind schöne Geschenke bringen. Beim Wetterphänomen El Niño, was auf Spanisch Christkind heißt, ist das jedoch nicht der Fall. Bereits vor Jahrhunderten bemerkten peruanische Fischer, dass alle paar Jahre das Wasser des Pazifiks ungewohnt warm wurde und Fischschwärme verschwanden. Weil die Fischer das Phänomen meist um die Weihnachtszeit beobachteten, bezeichnen sie es als Christkind. El Niño macht sich nicht nur vor der Küste Perus bemerkbar: Es beeinflusst das Wetter weltweit, sorgt in einigen Regionen für überdurchschnittlich viel Regen, während in anderen Regionen wochen- oder sogar monatelang kein Tropfen vom Himmel fällt.

Robert Habeck erweckt den Eindruck, als wäre Schwedt der letzte Stolperstein auf dem Weg zum Ölembargo. Doch auch in anderen Teilen von Ostdeutschland ist die Lage heikel. In Leuna wird der Wirtschaftsminister einiges zu hören bekommen.

China und die EU drehen weiter an der handelspolitischen Eskalationsschraube. Überrollt von der Exportwelle der Volksrepublik suchen die Europäer nach Antworten. Bei nächtlichen Beratungen auf dem EU-Gipfel ging es darum, ob künftig eine härtere Linie nötig ist.

Zukunftstechnologien erfordern immer mehr kritische Rohstoffe. Die aber liegen in den Händen weniger Länder. In Zeiten der geoökonomischen Machtpolitik achten diese mehr und mehr darauf, ihre Vorkommen für sich selber zu nutzen und als Druckmittel einzusetzen.

Redakteurin in der Wirtschaft.

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