FAZ 07.08.2026
11:29 Uhr

(+) Postmoderne Architektur: „Das hat die Geschmacksnerven der Wiener schon strapaziert“


Verspielt und verhasst: Viele Wiener würden die eigenwilligen Bauten der Postmoderne lieber heute als morgen abreißen. Ein Historiker und ein Fotograf versuchen sich mit einem neuen Buch an einer Ehrenrettung.

(+) Postmoderne Architektur: „Das hat die Geschmacksnerven der Wiener schon strapaziert“

Die Postmoderne war so ziemlich alles, was die Moderne nicht sein wollte: laut, verspielt und von allem ein wenig zu viel. Mit historischen Anspielungen, kräftigen Farben und demonstrativ eigensinnigen Formen wollten Architekten in den 1970er- und 1980er-Jahren Gebäude wieder individueller, zugänglicher, vielleicht sogar menschlicher machen. Gerade in Wien, wo erstaunlich viele dieser Bauten stehen, streitet man noch heute leidenschaftlich darüber, ob das nun ein Befreiungsschlag vom Dogma der Moderne war oder doch bloß alberner Kitsch. Der Kunsthistoriker Sebastian Hackenschmidt hat darüber ein Buch geschrieben – mit Fotografien von Stefan Oláh. Im Interview spricht er über eine Stadt, die mit ihrem postmodernen Erbe noch immer fremdelt. Und über die Frage, die sich mit jedem Jahr drängender stellt: Was tun mit den Gebäuden?

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Redakteur in der Wirtschaft.

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