Neue Vorgaben für die öffentliche Auftragsvergabe sollen staatliche Investitionen vereinfachen, doch Kommunen und Teile der Bauwirtschaft sehen diese als Hürden an. Gerade Städte und Gemeinden stören sich daran, dass sie weitgehend einzelne Aufträge (Losgrundsatz) statt eines Gesamtauftrags vergeben sollen, um Straßen, Schulen und andere Gebäude bauen zu lassen. Für Christian Schuchardt, Hauptgeschäftsführer des Städtetages, wird das Gesetz zur Beschleunigung der Vergabe öffentlicher Aufträge seinem Namen für die Städte dadurch nicht gerecht. „Es schöpft die Spielräume für substanzielle Vereinfachungen bei Weitem nicht aus und bleibt weit hinter den Erwartungen der kommunalen Vergabepraxis zurück“, sagte er der F.A.Z. „Vor allem ist das Festhalten am Losgrundsatz bei der Vergabe von Bau- und Dienstleistungen enttäuschend.“
