Moderne Krebstherapien werden in der Zukunft in weit höherem Maß als bisher schon auf die einzelnen Patienten zugeschnitten werden. Die maligne Transformation verwandelt Tumoren, das Gewebe und deren Umgebung in einen für jede Entität, ja vielleicht jeden einzelnen Patienten charakteristischen biodynamischen Raum. Neben dem Tumorgewebe gilt es auch die unmittelbare Umgebung zu beachten. Experten sprechen vom Tumor und seinem „Microenvironment“. Letzteres nimmt nicht selten Einfluss darauf, ob verbliebene restliche Tumorzellen beseitigt werden – oder doch nach Entfernung eines Tumors erneut zu wuchern beginnen. Dabei spielen Zahl und Aktivität verschiedener Zelltypen, vornehmlich von Abwehrzellen des Typs T-Lymphozyten, eine wichtige Rolle. Das Mikromilieu ist nicht selten entscheidend im Blick auf die Wirksamkeit einer postoperativen, ergänzenden Chemo- und Immuntherapie.
