FAZ 01.10.2026
15:38 Uhr

(+) Identitätspolitik: Urbayerisch und unbayerisch


CSU und das Bayern-Gefühl: Wie weit darf Söder gehen?

(+) Identitätspolitik: Urbayerisch und unbayerisch

Mag sein, dass die Union, wie Friedrich Merz sagt, eine neue Erzählung braucht – Bayern braucht sie nicht. Der Zweiklang aus „Laptop und Lederhose“ funktioniert bis heute bestens. Das zeigt gerade wieder das Oktoberfest, wo Kosmopoliten, Zugereiste und Einheimische zusammenfinden, ohne dass die Politik daran einen nennenswerten Anteil hätte. Die Marke Bayern ist so stark, dass sie im Ausland für ganz Deutschland steht. Man sah das zuletzt beim „Heidifest“ im Hofbräuhaus, wo die Bergisch-Gladbacherin Heidi Klum ihre kurze Rückkehr aus Amerika nach Deutschland in einem grotesken Klischee-Bayern zelebrierte.

Der Philosoph Otfried Höffe kritisiert eine Grundsicherung ohne Arbeitsverpflichtung. Er warnt die Politik davor, ein Eigentor für das Gemeinwesen zu schießen.

Am Mittwoch wird der Thüringer Landtag zur Bühne im Streit um ein AfD-Verbot. Neben Fachleuten treten in der Anhörung auch Prominente auf. Warum?

Der Anfang war geprägt von der Gegnerschaft zum Ostblock. Jetzt ist die Lage ähnlich. Lektionen aus einem 44 Jahre währenden Soldatenleben bei der Marine.

Politischer Korrespondent in München.

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