Dlf 07.07.2026
15:08 Uhr

Vor NATO-Gipfel in der Türkei - Rutte stellt milliardenschwere Rüstungsprojekte vor


Die NATO hat am Rande ihres Gipfels in der Türkei Rüstungsprojekte im Umfang von mehreren Milliarden Euro vorgestellt. Unter anderem soll eine Flotte von 14 AWACS-Aufklärungsflugzeugen ersetzt werden, wie Generalsekretär Rutte in Ankara mitteilte. Zudem wollen die Verbündeten in den kommenden fünf Jahren mehr als 40 Milliarden Dollar in Fähigkeiten zur Drohnenabwehr investieren.

Vor NATO-Gipfel in der Türkei - Rutte stellt milliardenschwere Rüstungsprojekte vor
Rutte erklärte, Drohnen seien zu einem entscheidenden Faktor auf dem Schlachtfeld geworden. Das sehe man etwa in der Ukraine oder im Nahen Osten.
Der zweitägige NATO-Gipfel in der Türkei findet vor dem Hintergrund der Spannungen in den transatlantischen Beziehungen statt. US-Präsident Trump hat den Bündnispartnern wiederholt vorgeworfen, nicht ausreichend in Verteidigung zu investieren. Rutte trat dieser Einschätzung im Vorfeld des Gipfels entgegen und betonte, die Mitgliedsstaaten hätten ihre Ausgaben für Verteidigung und Sicherheit inzwischen auf vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöht.

Weitere Investitionen bekanntgegeben

Vor dem eigentlichen Gipfel kündigten auch die Niederlande neue Verteidigungsprojekte im Volumen von mehr als drei Milliarden Euro an. Wie die Regierung in Den Haag mitteilte, gehören dazu Partnerschaften mit Belgien bei der Luftverteidigung und mit Großbritannien ⁠bei ⁠Marineschiffen. Verteidigungsministerin Yesilgöz sagte der ⁠Nachrichtenagentur Reuters, ‌die Niederlande strebten zudem weitere Gemeinschaftsprojekte mit Deutschland an. ​
Kurz zuvor war auch die Entscheidung der kanadischen Regierung bekannt geworden, neue U-Boote in Deutschland zu bestellen.

Trump trifft Erdogan

US-Präsident Trump ist inzwischen zum NATO-Gipfel in der Türkei eingetroffen. In Ankara wird er zunächst mit seinem türkischen Amtskollegen Erdogan zusammenkommen. Am Abend ist ein gemeinsames Abendessen der Staats- und Regierungschefs geplant.
Diese Nachricht wurde am 07.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.