Dlf 23.05.2026
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Verfassung - Deutschland feiert Grundgesetz - auch bundesweiter "Ehrentag" für ziviles Engagement


Die Verkündung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 wird in diesem Jahr erstmals mit einem sogenannten "Ehrentag" gefeiert. Diesen hatte Bundespräsident Steinmeier ins Leben gerufen und die Schirmherrschaft übernommen. Steinmeier rief die Bevölkerung auf, sich für das Gelingen der Demokratie zu engagieren.

Verfassung - Deutschland feiert Grundgesetz - auch bundesweiter
Das Grundgesetz sei eine Errungenschaft für unser Land und für unser Zusammenleben, sagte Steinmeier der Deutschen Presse-Agentur. Demokratie sei eben keine Kopfsache. Sie brauche Arme und Beine, also Menschen, die sich einmischten und mitmachten. Ministerpräsident Kretschmer erklärte, das Grundgesetz sei eine großartige Grundlage für das Zusammenleben. Der schönste und wichtigste Artikel sei für ihn der erste, betonte Kretschmer. Die Würde des Menschen sei unantastbar und alle seien gleich.

"Ehrentag" soll Verfassung in den Fokus rücken

Mit dem "Ehrentag" sollen die Errungenschaften der Verfassung stärker ins Bewusstsein der Menschen gerückt werden. Zugleich soll mit Tausenden Aktionen von Kommunen, Vereinen, Initiativen, Unternehmen und Einzelpersonen in ganz Deutschland für das Ehrenamt geworben werden. Der Mitmachtag steht unter dem Motto "Für dich. Für uns. Für alle."
Die Sprecherin des Netzwerks "Zusammen bewegen" in Mecklenburg-Vorpommern, Ina Gross, wünscht sich von der Politik mehr Wertschätzung. Ein Tag reiche nicht aus, sagte Gross im Deutschlandfunk. Die ehrenamtliche Arbeit nehme in der Gesellschaft eine wichtige Funktion ein. Das Ehrenamt werde häufig als Motor der Demokratie bezeichnet - so sollte man es auch behandeln.

Sozialverband und Stiftung fordern mehr Unterstützung des Ehrenamts

Auch der Sozialverband Deutschland forderte die Politik auf, mehr für das Ehrenamt zu tun. Wichtig sei etwa eine bessere Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf, sagte die Vorstandsvorsitzende Engelmeier der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf. "Ehrenamt braucht selbst Unterstützung und ermöglichende Strukturen - vielleicht sogar künftig gesetzlich verankert."
Ehrenamtliche müssten immer mehr Zeit für Bürokratie aufwenden, kritisiert die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Ein durchschnittlich großer Verein benötige rund 42 Tage pro Jahr oder 6,5 Stunden pro Woche für Verwaltungsaufgaben, sagte der Vorstand der Stiftung, Holze, der Zeitung. Das sei zu viel. Drei Viertel aller Vereine arbeiteten ohne hauptamtliche Unterstützung, daher müsse die Bürokratie weniger werden. Nach Angaben der Stiftung engagieren sich bundesweit sich rund 27 Millionen Menschen ehrenamtlich.

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Diese Nachricht wurde am 23.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.