Dies teilte Ministerpräsident Magyar auf Facebook mit. Das Wasser aus der Donau dient zur Kühlung der Anlage, die übers Jahr gerechnet 40 Prozent des Strombedarfs in Ungarn deckt. Paks liegt rund 130 Kilometer südlich der Hauptstadt Budapest. Das Kraftwerk hatte seine Leistung wegen der Trockenheit bereits gedrosselt. Der Betreiber der Anlage, deren vier Reaktoren sowjetischer Bauart sind, nannte die Abschaltung unvermeidlich.
Wegen hoher Temperaturen und ausbleibenden Regens sind die Pegelstände der Donau mancherorts auf ein Rekordtief gesunken. Regierungschef Magyar rief die Industrie auf, ihren Stromverbrauch einzuschränken, um eine Energiekrise zu vermeiden. Außerdem soll die Beleuchtung öffentlicher Gebäude eingestellt werden, um Strom zu sparen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, könnten sich die wegen des Ausfalls erforderlichen Mehrkosten für ungarische Stromimporte auf umgerechnet bis zu 545 Millionen Euro belaufen.
Auch in Rumänien und Frankreich wurden in den vergangenen Tagen Kernreaktoren wegen niedriger Wasserstände abgeschaltet, da die Kühlung nicht mehr gewährleistet werden kann.
Diese Nachricht wurde am 02.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
