Bei Telegram schreibt der Chef der russischen Besatzungszone von Cherson, dass dort alle Kreise ganz oder teilweise ohne Strom seien. Nordöstlich davon, in Saporischschja, meldet der dort von Russland eingesetzte Gouverneur, dass nach ukrainischen Angriffen aufs Stromnetz Schäden entstanden seien.
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg und bringt Russland mit vermehrten Gegenangriffen in Bedrängnis. Gestern hatte der russische Präsident, Putin, im Interview mit einem russischen Journalisten, Probleme eingeräumt. Angriffe insbesondere auf die Energieinfrastruktur verursachten einen gewissen Mangel, aber keinen kritischen.
Gleichzeitig nimmt Russland neues Gebiet ein. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, haben russische Truppen nach eigenen Angaben den Ort Bohodarivka im Osten unter ihre Kontrolle gebracht. Er liegt in der Region Donezk, von der die Ukraine nur noch etwa ein Fünftel hält. Reuters meldet auch unter Verweis auf ukrainische Kommandanten, die russische Armee rücke langsam auf die strategisch wichtige Stadt Kostjantyniwka vor. Von dort aus seien russische Truppen besser in der Lage, in den Norden vorzurücken.
Diese Nachricht wurde am 29.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
