Dlf 09.09.2026
00:15 Uhr

Schulbildung - Pisa-Studie: CDU-Politiker Hose fordert gemeinsame Anstrengung von Bund und Ländern


Angesichts der schlechten Ergebnisse Deutschlands bei der jüngsten Pisa-Bildungsstudie fordert der CDU-Bildungspolitiker Hose eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund und Ländern.

Schulbildung - Pisa-Studie: CDU-Politiker Hose fordert gemeinsame Anstrengung von Bund und Ländern
Diese sei überfällig, sagte Hose im Deutschlandfunk. Es gebe heute Probleme in der Bildung über alle Bundesländer hinweg. Dass sich laut der Studie der Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und den Bildungserfolgen von Kindern in Deutschland weiter verschärft habe, sei nicht hinnehmbar, betonte Hose. Dies zerstöre individuelle Lebenschancen und führe zudem zu großen gesellschaftlichen Problemen.
Auch die bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Reinalter kritisierte, die neuen Pisa-Ergebnisse zeigten erneut, wie ungerecht die Chancen im deutschen Bildungssystem verteilt seien. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Schmidt und der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Reichardt, sprachen sich jeweils für die Einberufung eines nationalen Bildungsgipfels aus.
Die Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, Stolz, verwies etwa auf ein Programm an Grundschulen zur gezielten Förderung in den ersten beiden Klassen. Es startet im Herbst 2027. Die Bildungsministerin in Mecklenburg-Vorpommern, Oldenburg, forderte, geplante Kürzungen des Bundes bei Kitas zurückzunehmen. Der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung in Rheinland-Pfalz, Lamowski, kritisierte, die Schule solle für gesellschaftliche Probleme als Reparaturbetrieb herhalten. Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände merkte an, schon jetzt müssten Auszubildende oft von den Unternehmen nachgeschult werden. Die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Pawlik, warb für ein verpflichtendes letztes Kita- oder Vorschuljahr.
In der neuen Pisa-Bildungsstudie schneiden 15-jährige Schüler in Deutschland so schlecht ab wie nie zuvor.
Diese Nachricht wurde am 09.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.