Beide Personen hätten zuvor kein Malaria-Gebiet bereist und nicht am Flughafen gearbeitet. Sie lebten in unterschiedlichen Haushalten. Nach Einschätzung der Behörden könnten die Erkrankten von einer infizierten Mücke gestochen worden sein, die mit einem Flugzeug nach Frankfurt gelangt ist. Bereits im Sommer waren sechs Flughafen-Mitarbeiter an Malaria erkrankt, zwei von ihnen starben.
Gesundheitsamt spricht von geringem Infektionsrisiko
Das Gesundheitsamt rät inzwischen zu Mückenschutz. Die Bürger sollten Insektensprays verwenden, lange Kleidung tragen und Wohnräume mit Fliegengittern sichern. Trotz der neuen Fälle wird das Infektionsrisiko für die Bevölkerung allerdings als sehr gering eingestuft. Die klimatischen Bedingungen in Deutschland seien für die Vermehrung von Malaria-Erregern und deren Übertragung durch Mücken ungünstig, hieß es.
Die Behörde bat Ärztinnen und Ärzte erneut, bei Patientinnen und Patienten mit unklarem Fieber auch dann eine mögliche Malariaerkrankung in Betracht zu ziehen, wenn keine Reise in ein Malaria-Gebiet stattgefunden hat. Dies gelte insbesondere für Menschen, die am Flughafen oder in dessen Umfeld arbeiteten, sich dort aufhielten oder in räumlicher Nähe zum Flughafen wohnten, erklärte das Amt.
Malaria-Erkrankungen durch eingeschleppte Mücken an Flughäfen kommen in Europa selten vor. Nach einer Studie wurden von 1969 bis 2024 insgesamt 145 Infektionen in neun europäischen Ländern an und um Flughäfen entdeckt, die sich die Betroffenen nicht in tropischen Ländern zugezogen hatten.
Diese Nachricht wurde am 17.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
