Dlf 15.06.2026
02:40 Uhr

Nahost - USA, Iran und Vermittler Pakistan bestätigen Einigung auf Rahmenabkommen für Kriegs-Ende, Teheran pocht jedoch auf Einschluss des Libanon


Die USA, der Iran und der Vermittlerstaat Pakistan haben eine vorläufige Übereinkunft für ein Ende des Krieges bekannt gegeben. US-Präsident Trump erklärte, nach der Unterzeichnung werde die Blockade iranischer Häfen durch die US-Marine aufgehoben, ebenso die Sperrung der Straße von Hormus für die Schifffahrt.

Nahost - USA, Iran und Vermittler Pakistan bestätigen Einigung auf Rahmenabkommen für Kriegs-Ende, Teheran pocht jedoch auf Einschluss des Libanon
Auch werde weiterhin keinerlei Maut für die Passage der Meerenge an Teheran fällig. Pakistans Premierminister Sharif teilte mit, das Papier solle am kommenden Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden. Irans Außenministerium bestätigte, dass die Kriegshandlungen beendet werden sollen. Zugleich pochte Teheran aber darauf, dass dies auch für die Gefechte im Libanon gelten müsse. Zunächst war unklar, ob sich Israel in seinem Kampf gegen die im Libanon operierende Hisbollah-Miliz an diese Vereinbarung gebunden fühlt.

60-Tage-Frist für endgültiges Abkommen

Während sich Pakistan und die USA mit Details zum ausgehandelten Papier zurückhielten, hat der Iran erste Einzelheiten bekanntgegeben. Nach Darstellung der Nachrichtenagentur Mehr soll die Straße von Hormus nach ihrer Wiederöffnung und dem Ende der US-Seeblockade weiterhin unter der Kontrolle Teherans bleiben. Zudem sollen die Sanktionen gegen iranische Öl- und Petrochemie-Verkäufe ausgesetzt und eingefrorene Milliarden-​Gelder des Regimes freigegeben werden. Für die anschließenden Verhandlungen über ein endgültiges Friedensabkommen sind demnach 60 Tage vorgesehen.
Teherans Verlautbarung zufolge soll zwar auch über das iranische Nuklearprogramm, nicht aber eine weitere Unterstützung von Hisbollah, Hamas und Huthis gesprochen werden. Ein endgültiges Abkommen solle darüber hinaus durch eine Resolution des UNO-Sicherheitsrates gebilligt werden.
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Diese Nachricht wurde am 15.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.