Dlf 03.08.2026
02:34 Uhr

Liechtenstein - Rund 31.000 Datensätze gestohlen - Ziel war Register zur Verhinderung von "Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung"


Das Fürstentum Liechtenstein ist Ziel eines Cyberangriffs geworden.

Liechtenstein - Rund 31.000 Datensätze gestohlen - Ziel war Register zur Verhinderung von
Rund 31.000 Datensätze von Gesellschaften, Stiftungen und Treuhänderschaften wurden gestohlen. Die Regierung in Vaduz teilte mit, Ziel sei das "Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen" gewesen. Dieses Register gibt es seit 2021. Die Regierung führt es nach eigenen Angaben, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern. Weiter hieß es, der Angriff habe sich bereits in der Nacht zu Donnerstag ereignet. Die Regierung richtete einen Krisenstab ein.
Der wissenschaftliche Referent des Netzwerks Steuergerechtigkeit, Trautvetter, sagte im Deutschlandfunk , viele große Vermögen, auch aus Deutschland, würden in Liechtenstein versteckt, um etwa die Erbschaftssteuer zu umgehen. Trautvetter betonte, allein das Risiko, dass Daten öffentlich werden können, beschädige das Vertrauen der Menschen in anonyme Strukturen. Dies könne dazu führen, dass Menschen sich weniger darauf verließen und eher legale Wege wählten.
Das zwischen der Schweiz und Österreich gelegene Fürstentum gehört gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zu den wirtschaftlich stärksten Ländern der Welt. Einer der erfolgreichsten Wirtschaftszweige sind Finanz- und Bankdienstleistungen. 2017 war das Bankgeheimnis in Steuerangelegenheiten aufgehoben worden.

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Diese Nachricht wurde am 03.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.