Dlf 12.09.2026
10:50 Uhr

FIFA-Präsident unter Druck - Nächster Fußball-Verband wendet sich von Infantino ab


FIFA-Präsident Gianni Infantino gerät immer mehr unter Druck. Der nächste Fußball-Verband versagt ihm jetzt die Unterstützung.

FIFA-Präsident unter Druck - Nächster Fußball-Verband wendet sich von Infantino ab
Vergangene Woche gab Tim Kleindienst noch den Mahner, gegen Freiburg sieht er selbst die gelb-rote Karte und schwächte seine Mannschaft dadurch noch weiter.
Jorean Steinsiek/Imago/steinsiek.ch
Ein weiterer europäischer Fußball-Verband hat sich gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino gestellt. Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) gab nach einer Sitzung seines Aufsichtsrats bekannt, eine erneute Kandidatur von Infantino als Chef des Weltfußballverbands nicht zu unterstützen. In einer Stellungnahme des ÖFB heißt es: "Die Vorwürfe wurden bislang weder glaubhaft aufgeklärt noch entkräftet."
Auslöser der Krise sind Infantinos vor wenigen Wochen öffentlich gewordene Pläne, WM-Rechte für eine Milliardensumme an private Investoren zu verkaufen. Diese hat der Schweizer mittlerweise zurückgenommen. Er will sich im kommenden Jahr zur Wiederwahl als FIFA-Präsident stellen. Gegenkandidaten gibt es bislang keine. Einen erneuten Wahlsieg Infantinos will vor allem die Europäische Fußball-Union UEFA verhindern. Landesverbände wie Frankreich, Italien oder die Niederlande haben sich schon gegen Infantino gestellt. Der ÖFB stehe "vollinhaltlich und felsenfest hinter der gemeinsamen Linie der UEFA", schrieben nun auch die Österreicher.
Diese Nachricht wurde am 12.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.