Die bisherige BSW-Fraktionsvorsitzende Hupach betonte auf Nachfrage, man bilde nach wie vor eine Fraktion und werde nächste Woche über weitere Schritte beraten. Man stehe aber weiter zur Regierungskoalition in Thüringen. Die bisherige BSW-Landesvorsitzende Wolf erklärte, man sei nicht gewählt für endlose Selbstbeschäftigung und "das Ertragen von Flirts mit Rechtsradikalen".
Damit dürfte sie auf die Forderungen der Parteigründerin Wagenknecht angespielt haben. Diese hatte das BSW in Erfurt aufgefordert, der CDU-geführten Regierung unter Ministerpräsident Voigt die Unterstützung zu entziehen. Wagenknecht forderte zuletzt auch Thüringens AfD-Chef Höcke zu einem öffentlichen Streitgespräch auf. Thema sollte auch die Möglichkeit überparteilicher Ministerpräsidenten für Thüringen und Sachsen-Anhalt sein.
Ministerpräsident Voigt regiert in Thüringen mit einem Bündnis aus CDU, BSW und SPD, das im Landtag von Anfang an keine eigene Mehrheit hatte. Er erklärte in Erfurt, man wolle in der Koalition das Arbeitsprogramm gemeinschaftlich weiter bearbeiten. Er blicke mit Respekt auf den Schritt, den die bisherigen BSW-Abgeordneten nun gegangen seien.
BSW-Gründerin Wagenknecht warf den Abgeordneten vor, der Partei vor der Wahl in Sachsen-Anhalt maximal zu schaden.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 04.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
