Die Gaskraftwerke sollen sogenannte Dunkelflauten ausgleichen, also Phasen, in denen weder Sonne noch Wind genug Strom liefern. Da die Kraftwerke nur bei Bedarf laufen, braucht es für einen wirtschaftlichen Betrieb staatliche Fördermittel. Sie müssen zudem ab dem Jahr 2045 auf den Betrieb mit Wasserstoff umgerüstet werden können.
"Südbonus" geplant
Geplant ist außerdem ein "Südbonus". Damit solle sichergestellt werden, dass die neuen Kapazitäten dort entstehen, wo sie für eine sichere und effiziente Energieversorgung gebraucht werden, hieß aus. Für bis zu zwei Drittel der ausgeschriebenen "Langfristkapazitäten" könnten Kapazitäten im "netztechnischen Süden" vorrangig bezuschlagt werden - dies umfasst das Gebiet der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Dieser "Südbonus" steht vor allem in ostdeutschen Ländern in der Kritik.
Ab 2032 ist ein umfassender "Kapazitätsmarkt" geplant. Im Kern geht es darum, dass Anbieter dafür honoriert werden, dass sie Kapazitäten bereitstellen - auch wenn diese möglicherweise nur wenige Stunden im Jahr laufen.
Energieunternehmen hatten sich bisher mit Investitionen zurückgehalten und auf einen Gesetzentwurf der Regierung gewartet. Dieser wird nun in den Bundestag eingebracht.
Diese Nachricht wurde am 13.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
