Nach den Plänen der fraktionsübergreifenden Gruppe um den CDU-Politiker Brand und den SPD-Politiker Castellucci soll die Freiwilligkeit einer Spende beibehalten werden. Es sollen aber alle Bürger nach dem 18. Geburtstag aufgefordert werden, sich zum Thema Organspende zu positionieren. Die Widerspruchsregelung stellt nach Überzeugung der Gruppe einen Eingriff in die Grundrechte dar.
Die Befürworter einer Widerspruchslösung hatten ihren Gesetzentwurf bereits im August eingebracht. Er sieht vor, dass jeder, der nicht aktiv widerspricht, zum potenziellen Organspender wird. Bislang wird nur derjenige zum Spender, der sich ausdrücklich dafür entschieden hat oder dessen Angehörige einer Spende zustimmen. Beide Anträge werden nächste Woche im Bundestag beraten.
Diese Nachricht wurde am 18.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
