Dlf 21.03.2026
10:50 Uhr

"Antizionismus"-Beschluss - Niedersächsische Linke will mit jüdischen Verbänden sprechen


Nach Kritik an einem Beschluss der Linken in Niedersachsen zum Nahost-Konflikt will deren Landesvorstand das Gespräch mit jüdischen Organisationen suchen.


In einer Erklärung heißt es, der Kampf gegen Antisemitismus sei ebenso ein Fundament linker Politik wie die Ächtung von Kriegsverbrechen. Es sei mit dem Beschluss des vergangenen Wochenendes nicht gelungen, diese beiden Dinge klar zu formulieren. Man nehme die Kritik daran ernst.
In dem umstrittenen Papier des Landesverbands ist unter anderem von einer Ablehnung des - Zitat - "real existierenden Zionismus" die Rede. Er enthält zudem etwa Vorwürfe, wonach die israelische Regierung im Gazastreifen einen Genozid betreibe. Die Spitze der Bundespartei distanzierte sich von dem Beschluss. Der brandenburgische Antisemitismusbeauftragte Büttner trat aus der Linkspartei aus. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Schuster, sagte, die Linke biete dem Judenhass ein Zuhause.
Diese Nachricht wurde am 21.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.